Archiv für März, 2011

Bildschirm filmen mit Mac

Weil ich gerade überlege ein paar Photoshop-Videotutorials zu erstellen, bin ich – wie viele andere bestimmt auch – zunächst auf die grundsätzliche Frage gestoßen: „Womit?“ Ich selbst arbeite mit einem Mac, daher ist der folgende Vorschlag auch darauf bezogen. Vorbemerkung: Es gibt auch andere als meinen vorgeschlagenen Weg. Für mich zählt hier eher das Argument „Keep it simple!“

Also: Die aktuelle Max OS Distribution, Snow Leopard, hat – wie immer – auch Quicktime mit an Bord. Damit ist auch schon alles nötige vorhanden!

1. Quicktime starten (Wie gesagt „Keep it simple!“).

2. „Ablage“ aufrufen. Dort gibt es neben den Punkten „Neue Videoaufnahme“ & „Neue Audioaufnahme“ auch den Punkt „Neue Bildschirmaufnahme“. Damit erzähle vielen bestimmt nichts neues, doch mir ist bei der Recherche in Foren aufgefallen, das es auch nicht sonderlich gut verbreitet ist, dass Quicktime diese Funktion besitzt.

3. Wenn wir den Punkt also auswählen öffnet sich ein – für Apple typisches – sehr schlichtes aber eindeutiges Panel (siehe Bild).

Damit haben wir dann auch schon alles was wir brauchen. Ein roter REC-Button, der genau das macht, was er soll: den Bildschirm filmen. Unter dem Dropdown-Button sind dann noch ein paar Optionen versteckt – Qualität der Aufnahme, Speicherort, Tonquelle … – aber im Grunde ist damit schon alles fertig eingestellt. Nach dem betätigen öffnet sich noch ein kurzen Fenster, bei dem ich dann noch auswählen kann, ob ich einen STOP Button in meiner Programmleiste angezeigt bekommen möchte und dann geht es auch schon los.

Fertig. Viel Spaß damit. Ich werd mich dann mal an mein erstes Video-Tutorial setzen.

SJ


Why you need a tribe

Loic Le Meur hat letztens Seth Godin getroffen. Für mich ist das ja schon aus dieser Konstellation ein kleines Highlight. Nun, beide haben jedenfalls zusammen ein etwa 12minütes Video aufgenommen, indem Seth noch einmal ein paar Kernthesen zum Theme „Building Tribes“ erläutert. Prädikat: Absolut sehenswert.

SJ


Maßnahmen für den Grünen Wahlkampf bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt 2011

Die Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt sind zu Ende und Bündnis 90/Die Grünen ziehen nach langer Abstinenz wieder zurück in den Landtag. Wir dokumentieren an dieser Stelle unsere Arbeiten für den Wahlkampf für Bündnis 90/Die Grünen, sowie für den Direktkandidaten für die Landtagswahl , Sören Herbst.

Das Ganze ist aufgearbeitet als kleine PDF-Broschüre (ca. 4MB).

Download


Wahlkampf ohne Wahlwerbung (ein Vorschlag)

Werbung wirbt! Das Beste, das Größte, das einzig Wahre. Alles und jeder kann beworben werden, mit noch so abstrusen Botschaften. Am Ende zählt nur das Ziel: der Sieg. Seien es die höheren Verkaufszahlen oder die Möglichkeit ein Land zu regieren. Wahlwerbung will uns Wähler von der Partei überzeugen. Werbeplakate an jeder Laterne. Auch wenn die fünf zuvor schon jeweils das selbe Plakat hängen hatten. Werbespots, die leicht dahinplätschern und uns überzeugen wollen, dass z.B. Herr oder Frau Kandidat(in) unsere Anliegen in den Landtag tragen. Hinzu kommen noch die hundertausend Merchandise-Artikel, die einem die Farbe(n) der Parteien in die Augen brennen sollen. Präsenz ist gut und wichtig, und teuer! Kann man das nicht alles sein lassen und nur auf Inhalte setzten? Eine gut aufbereitete Broschüre, die ausführlich und verständlich über die Parteiprogramme informiert, realistische Einschätzungen aktueller Probleme aufzeigt und parteispezifische Lösungsansätze vorstellt. Pro Partei ein gutes – und nach allen Regeln der Werbe- und Marketingkunst aufbereitetes Büchlein an jeden Bürger und alle Haushalte im Land verteilt. Flächendeckend versteht sich. So würde auch im ländlichen Raum allen Parteien die Präsenz gelingen (und nicht nur der NPD).
Und ja, das bedeutet Arbeit für uns Wähler. Aber so werden wir ernst genommen und aufgeklärt.

Livestream vom Webmontag Magdeburg im Café Central

19:30 Uhr beginnt im Café Central der 15. Webmontag Magdeburg. Einen Überblick über das prall gefüllt Programm findet ihr hier. Wir sind heute live dabei. Für alle die nachher nicht selbst im Café Central sein können, haben wir einen Live-Stream vorbereitet. Wie gesagt: Start gegen 19:30 Uhr!

Zum Livestream via justin.tv

 


KNO-Videovoting

STARTSCHUSS 12 Uhr!!!


KNO Videovoting – Wahlspots

Wahlkampf ist die Schlacht der Werbung. Das großformatige Plakat gegen den Kugelschreiber, mit dem Wahlspot gegen den Flyer. Nicht Masse, sondern Inhalt zählt. Wir haben reingeschaut in die Spots. Jetzt wollen wir von euch wissen welcher der Beste ist. Klicken, Liken und gespannt sein! Welcher Spot wohl am Ende der Woche die meisten Stimmen hat?*

Am dem 14. sind die Spots zum Voting freigegeben!

Wie`s geht?

Simple. Ihr folgt dem Link auf unsere Facebook-Page. Über die Teaser-Bilder auf der Voting-Seite gelangt ihr zum jeweiligen Spot. Euer Job: Wenn`s gefällt – liken und teilen damit der Bildschirm flackert. Am Freitag um Punkt 18 Uhr beenden wir das Voting via Fotofinish (screenshot) und veröffentlichen das Ergebnis.

ZUM VOTING


Promise? Promise!

Es gibt zwei Blogs bzw. Blogger die ich sehr schätze wenn es um Themen wie das Web, Marketing und Social Media geht. Das sind Seth Godin und Loic Le Meur. Beide beeindrucken mich immer wieder mit ihrer sehr inspirierenden Art. Wer sich davon einmal überzeugen will, dem sei neben den Blogs auch einer der Videomitschnitte ihrer Vorträge ans Herz gelegt. Zurück zum Text.

Wenn nun einer der Blogger über den anderen Blogger und dessen Blog-Post bloggt, so macht das nicht nur diesen Satz zum redundanten Schwergewicht, sondern ist für mich als Blog-Leser ein Grund mehr über die Story selbst zu bloggen. Satz Ende! Ein Blog-Post über ein Blog-Post innerhalb eines Blog-Post – ich schlage dafür den Begriff Inception-Blogging vor und fahre fort in der eigentlichen Geschichte.

Also. Im Beitrag „How about a business that keeps its promises?“ befasst sich Leuc mit einer Erfahrung von Godin, was die alltäglichen Versprechen von Firmen bzw. Unternehmen angeht. Im Post auf das sich Leuc dabei bezieht, geht es um Seth` neues Mac Book. Konkret um eine Software, die ihm verspricht „easily transfer years of old data from one machine to another“. Keine Angst es geht hier nicht um ein Apple-Bashing. Die Software funktioniert nicht und Seth konstatiert zurecht einen Promise-Fail. Im Laden verspricht ihm jemand vom Support: „I promise to personally handle this.“ Am folgenden Tag ruft eine völlig andere Person an, die nun mit dem Job beauftragt ist. Erneutes Promise-Fail! So zieht sich das noch eine Weile weiter hin. Seth titelt daher auch zurecht mit „Cascade of broken promises“.

Und ja doch, irgendwie kennen wir solche Sachen doch alle, oder? Schon mal vom „Besten Film aller Zeiten“ gehört?

Ein erster Schluss wäre es nun zu sagen: „Lass deine Marke bzw. dein Unternehmen keine Versprechen machen, die sie nicht halten können!“ Da kann ich Seth nur zustimmen – damit tut man unter anderem auch seinem Support-Personal einen riesigen Gefallen. „Aber in der Beschreibung stand doch IT WILL BLEND!“

Nun zu Leuc. Wir sind es wirklich gewohnt mit diesen ungehaltenen Versprechen zu leben. Sie sind ein Stück Gewohnheit. Um Leuc zu zitieren: „[…] we’re totally surprised now when anything promised is actually delivered in time or as expected.“ Das im Hinterkopf finde ich seinen Vorschlag für ein Web-Portal sehr spannend, das Produkte bzw. Marken sammelt, die wirkliche ihre Versprechen halten. Das Ganze natürlich so konzipiert, das jeder seine Erfahrungen hinterlassen kann. Klar – niemand ist unfehlbar. Doch Menschen verzeihen es, wenn man nicht perfekt ist. Doch angelogen, das möchte niemand werden. Die meisten Menschen sind dann doch ziemlich fair und sehen es auch ein, wenn sich jemand wirklich Mühe gibt, den versprochenen Service auch zu liefern. Doch so ein Portal dürfte einiges an Potential bieten. Gut gepflegt – everything can be trolled – und mit einer fitten Community, kann daraus wirklich ein gemeinschaftliches Gütesiegel entstehen. Aproved for keepin` their promises! Ich bin gespannt ob sich daraus was entwickelt.

SJ


Macht verdirbt die Moral!

Das ist natürlich keine neue Erkenntnis. Wir wissen, frech kommt weiter. Und im Fall Guttenberg hat sich mal wieder jemand aus Machthunger verleiten lassen und dabei den Anstand hinten anstehen lassen. Neu ist, dass die Medien und gerade das Internet diesmal den Leuten, die ihre Augen zudrücken wollten, eben diese mit allen Mitteln offen gehalten haben. Fast schon wie Schlafentzug. Es gab kein entrinnen, egal welcher Sender oder welche Schlagzeile, alles drehte sich um Herrn KTG und seine plagiierte Diss. Die viel zitierte Macht der Medien hat sich bestätigt. Aber auch hier trifft die oben erwähnte alte Erkenntnis zu. Laut zu sein ist gut, penetrant zu sein in diesem Fall auch. Aber die liebe Moral wurde in der Berichterstattung eben auch hinten angestellt. Die alteingesessene  Sonderstellung der Politiker, damit meine ich den Respekt und die ritualisierten Umgangsformen, ist zumindest in der Berichterstattung einfach mal flöten gegangen. Gut, ein Betrüger bleibt ein Betrüger, ob nun Politiker oder nicht. Aber es gab schon viele Betrüger in vielen hohen Positionen und bislang hat der Anstand dafür gesorgt, dass sie nie als solche betitelt wurden. Der Sieg des Internets im Fall Guttenberg steht also für mehr als nur den erfolgreichen Druck der Öffentlichkeit: „Alle Menschen sind vor dem Internet gleich.“

gb


My 2 Cents: Guttenberg

Während der in Ländern wie Ägypten, Libyen, Tunesien seit Wochen unglaubliche Umwälzungprozesse eingesetzt haben, bestimmte daneben vor allem eines die deutsche Medienlandschaft. Die so genannte „Affäre Guttenberg“ füllte Titelblätter und Kommentarspalten, Sondersendungen wurden gemacht. Zig Leuten wurden wichtig Mikrophone unter die Nase gehalten. Facebook-Gruppen wurden gegründet den Rücktritt zu fordern. Man forschte nach, suchte und fand. Spiegel Online titelte gestern sogar mit „Netz besiegt Minister“ und kommentierte damit den Rücktritt des jetzt ehemaligen Verteidigungsministers. The Story so far …

Ich bin ehrlich gesagt etwas gelangweilt von der ganzen Diskussion und noch mehr von der Vehemenz mit der sie geführt wurde. Und wer da nicht alles besser und noch besser wusste. Hier Häme, da Freude und dort auch mal ein Schweigen. Den Vorwürfen musste natürlich nachgegangen werden und dem Ganzen musste dann – ebenfalls ganz logisch – Konsequenzen folgen. Soweit so aufregend. Abseits der Diskussion fällt mir jedoch vor allem eins auf. Warum ist ein Verteidigungsminister nicht fähig sich zu verteidigen? Verteidigen – „It`s your fucking Job!“ Self-Management wäre da doch das mindeste; sagen wir: ein Anfang! Das Amt Rücktrittsminister gibt es nicht! Was soll mir das Ganze für Krisensituationen sagen, die potentiell hätten eintreten können? Befehls- und Kommandogewalt über die Streitkräfte dieses Landes … das ist doch kein Spiel für die ganze Familie! Krisenmanagement heißt doch nicht bei einem Problem jemanden anders den Kapitänshut aufzusetzen und das sinkende Schiff zu verlassen.

Hier ging es nur um die Rechtmäßigkeit eines Titels und das eine Prüfung der Vergabeumstände die Aberkennung zur Folge hatte. Damit kann man doch umgehen. Da kann man sich doch zu äußern. Mit den Konsequenzen kann man doch durchaus leben. Aber nein … Bye Bye, and Thanks for All the Fish!

In diesem Sinne ein passender Kommentar von Gernot Hassknecht zum Abschluss:

SJ