Macht verdirbt die Moral!

Das ist natürlich keine neue Erkenntnis. Wir wissen, frech kommt weiter. Und im Fall Guttenberg hat sich mal wieder jemand aus Machthunger verleiten lassen und dabei den Anstand hinten anstehen lassen. Neu ist, dass die Medien und gerade das Internet diesmal den Leuten, die ihre Augen zudrücken wollten, eben diese mit allen Mitteln offen gehalten haben. Fast schon wie Schlafentzug. Es gab kein entrinnen, egal welcher Sender oder welche Schlagzeile, alles drehte sich um Herrn KTG und seine plagiierte Diss. Die viel zitierte Macht der Medien hat sich bestätigt. Aber auch hier trifft die oben erwähnte alte Erkenntnis zu. Laut zu sein ist gut, penetrant zu sein in diesem Fall auch. Aber die liebe Moral wurde in der Berichterstattung eben auch hinten angestellt. Die alteingesessene  Sonderstellung der Politiker, damit meine ich den Respekt und die ritualisierten Umgangsformen, ist zumindest in der Berichterstattung einfach mal flöten gegangen. Gut, ein Betrüger bleibt ein Betrüger, ob nun Politiker oder nicht. Aber es gab schon viele Betrüger in vielen hohen Positionen und bislang hat der Anstand dafür gesorgt, dass sie nie als solche betitelt wurden. Der Sieg des Internets im Fall Guttenberg steht also für mehr als nur den erfolgreichen Druck der Öffentlichkeit: „Alle Menschen sind vor dem Internet gleich.“

gb

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