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Bild: Screenshot aus der Präsentation zu „How Designers Destroyed the World“

Über den Blog Nerdcore bin ich gestern (als langjähriger Fan der Seite) auf den Mitschnitt von Mike Monteiros Beitrag auf der Webstock’13 gestoßen. Auf Mike bin ich vor einiger Zeit durch sein wunderbares Buch „Design is a Job“ aufmerksam geworden. Ohne dazu groß Worte zu verlieren: It`s worth reading & buying! (z.B. hier bei unseren Freunden und Kollegen bei marmalade)

Ich war also äußert gespannt, was es bedeutet, wenn sich Mike unter dem Titel „How Designers Destroyed the World“ an die Öffentlichkeit wendet. Needless to say: He loves his job!

Und: Offenbar hat mir das Ganze sehr gut gefallen, sonst würde ich wohl kaum einen Blogbeitrag dazu verfassen. Es gibt viele Dinge die wir unter professionellen Gesichtspunkten als Designer richtig machen können. Mike erweitert im Talk nun diesen Fokus und erinnert an all unsere Verantwortung für die Sachen, die wir der Welt, unseren Kunden, unserem Handwerk und vor allem uns selbst zumuten.

„Never trust a designer who has never been punched in the mouth.“

– Mike Monteiro

Dabei argumentiert Mike eben nicht selbstgefällig vom oft genannten Elfenbeinturm aus. Wer seine Geschichte kennt, wird wissen, dass er selbst einen langen harten Weg als Designer hinter sich hat. Sein Vortrag hat eine sehr konstruktive Aussage, wenn er uns als Designer daran erinnert (was eigentlich sehr erscheckend ist, dass er es machen muss) eben nicht nur einfach unseren Job zu machen, sondern auch mal den Mund auf zu machen, wenn etwas in unseren Augen falsch ist. Dabei geht es natürlich auch darum Konsequenzen tragen zu wollen. Aber seht selbst. Ich kann euch diese 47 Minuten jedenfalls nur sehr ans Herz legen.

Here we go:

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Do’s and Don’ts bei (Online-)Kampagnen

Wir wollen also die Welt retten …
Bei der Erarbeitung von (Online-)Kampagnen für NGOs sind wir immer wieder auf vergleichbare Fragen und Probleme gestoßen. Daraus ist eine Präsentation entstanden, die sich mit wesentlichen Eckpunkten der Kampagnenplanung und Umsetzung befasst.


Fragen über Fragen – Ein Blick auf umfrageonline.com & typeform.com

“Versteht das der Kunde?”, “Funktioniert die Call To Action?”, “Ist das logisch?”, “Ist das gelerntes Verhalten?” Schön wenn diese Fragen bei Meetings aufkommen. Denn: Sie sind richtig und wichtig. Problematisch wird es dann in der Regel, wenn Argumentationen komplett zu Thesen auf Grundlage eigener Annahmen verkommen. Nicht, dass eigene Ideen schlecht sind – ganz im Gegenteil. Aber viele Projekte kranken an unzureichenden Prüfungen der Thesen. Im schlimmsten Fall werden am konkreten Projekt nur noch eigene Schätzungen diskutiert, ohne das irgend jemand diese mit verifizierten Daten stützen oder widerlegen könnte. Ein widerlegtes “ich glaube”; ein ausgehebeltes “ich finde” … und man wird den Wert einer Erhebung, ob Marktforschung oder Usability-Test, zu schätzen wissen.

An dieser Stelle wollen wir, wenn möglich, regelmäßig Tools vorstellen, die uns den Arbeitsalltag erleichtern. Heute dreht sich alles um Umfragen-Tools.

umfragenonline.com

Bevor ein Film veröffentlicht wird, wollen die Macher wissen, wie er beim Publikum ankommt, um den Film oder das Filmmarketing zu optimieren. Die Kollegen von Freistil Film baten uns, ein Testscreening mit dem Rohschnitt ihres neusten Streifens „Die Brunnenfrau“ durchzuführen. Zum Screening gehört immer auch eine kleine Umfrage, über die dem Testpublikum Fragen zu Inhalt und Ästhetik des Films gestellt werden.

Umfrageelemente in der Basisversion

Bild: Umfrageelemente in der Basisversion

In der Vorbereitung des Screenings entschieden wir uns, Screening und Umfrage online durchzuführen, da wir so Zeit und Geld sparen konnten. Einzuladen waren ca. 30 Testpersonen, die sich den Rohschnitt der „Brunnenfrau“ auf Youtube anschauen und dazu online einen Fragebogen ausfüllen sollten.

Im Zuge der Recherchen zu Online-Umfragetools stießen wir auf umfrageonline.com. Eine tolle Website, auf der man sich seine eigene Umfrage erstellen kann. Das schöne dabei sind die sehr aufgeräumte Website und die kurzen, aber sehr prägnanten Anweisungen an den Umfrage-Ersteller. Hier kann bspw. auch der programmierscheue Designer in kurzer Zeit eine funktionierende Umfrage im Team, etwa zu seinen Entwürfen, starten.

Bemerkenswert ist auch die Vielzahl der Möglichkeiten bei der Gestaltung der Fragen. Ob offene oder geschlossene Frage, ob Multiple Choice oder Polaritätenprofil – alles ist möglich und lässt sich einfach und selbsterklärend erstellen. Und auch die Auswertung ist super leicht. Der User loggt sich einfach ein und kann unter dem Punkt „Teilnehmer“ sämtliche Antworten auf seine Fragen sehen. Dabei werden diese je nach Frageform als Text oder in Diagrammen dargestellt. Einziger Wermutstropfen: Der angebotene Export der Daten in Excel liefert leider einen ziemlich unübersichtlichen Datenbrei.

Trotzdem sei umfrageonline.com all denen empfohlen, die schnell und ohne viel Gebastel eine eigene Umfrage ohne Marktforschungsinstitut erstellen wollen.

„Die Brunnenfrau“ wurde übrigens vom Testpublikum super verstanden. Der Feinschnitt des Films steht in Kürze.

Bild: mobile Ansicht

Bild: mobile Ansicht

Fazit

Kosten:
In der Basis (einfache Umfrage) kostenlos.

Leistungsumfang:
Gegen Bares wird das Onlinetool zu einem wahren Umfragemonster und lässt kaum noch Wünsche offen.

Style:
seriös

mobile optimiert:
Gut. Aufgeräumte Oberfläche, aber leider sind die einzelnen Elemente sehr kleinteilig und machen die Nutzung zu einem Präzisionsjob.

typeform.com

Typeform verfolgen wir derzeit noch in der Beta Phase. Nach Anmeldung durften wir rund zwei bis drei Wochen später (mittlerweile geht es wohl schneller) auch loslegen. Vergleichbar zu umfrageonline.com setzt typeform auf die schnelle Umsetzbarkeit von Formularen und Fragebögen. Die selbst ernannte “next generation of online surveys and online web forms” hinterlässt einen modernen und aufgeräumten Eindruck, der uns zuruft “ich bin einfach zu bedienen”. Und das zu Recht: Formulare setzt man bei typeform mit verschiedenen Elementen per Drag&Drop zusammen und kann sich dabei von der einfachen Ja/Nein-Frage über chique Bewertungselemente mit Herzen und Katzen bis hin zur Bilderwahl austoben. Dabei wird schnell klar, dass typeform mehr sein möchte als ein reines Umfragetool. Stattdessen wird hier ein Ansatz präsentiert, der der öden Welt der Onlineformulare – ob Newsletteranmeldungen, Kundenbewertungen, Umfragen oder einfache Kontaktformulare – den Kampf ansagt. Für unsere erste Testfahrt wählten wir das Café Central Magdeburg aus. Nach wenigen Minuten stand unsere kleine Umfrage zur Bewertung der Location auch schon online. Gestreut wurde das Ganze über den Facebook-Kanal des Cafés. Bislang nahmen sich 69 Menschen durchschnittlich 2 Minuten 28 Sekunden Zeit um die Fragen zu beantworten. Neben einer tabellarischen Auflistung der Einträge kann, bei genügend gesammelten Daten, auch ein öffentlicher Report generiert werden. Die Ergebnisse für das Central kann man beispielsweise hier einsehen.

Ergebnisse bei typeform

Bild: Ergebnisse bei typeform

mobile Ansicht bei typeform

Bild: mobile Ansicht

Fazit

Kosten:
Die Beta ist derzeit noch kostenlos.

Leistungsumfang:
Derzeit sind noch nicht alle Features verfügbar. Gerade auf das Team-Feature freuen wir uns schon sehr. Ansonsten bleibt sich typeform treu: keep it simple!

Style:
Hot!

mobile optimiert:
Sehr gut. Klare Funktionselement vom Button bis zum Eingabefeld dürften den Conversion-Verlust gering halten.


Campus Days 2013 – Ein Rückblick

Zeitplan

Pläne: immer wieder praktisch

Die Campus Days in Magdeburg sind alljährlich das Event, bei dem Hochschule und Universität um Studieninteressierte werben und ihnen die einzelnen Fachbereiche und das Campusleben vorstellen. In diesem Jahr durften wir zusammen mit unseren Kollegen der UCDplus GmbH und der Genese Werbeagentur GmbH die Bewerbung des Events übernehmen.

Der Bereich des Online Marketings wurde dabei in unsere Hände gelegt.

Be fast. Be and Strike anywhere.

Trotz geringer Vorlaufzeit hieß es, eine 2-monatige intensive Bewerbung des Events auf die Beine zu stellen, die clever, effektiv und auch charmant daher kommt und die Kanäle Facebook, Google AdWords- und Bannerschaltungen verbindet.

Die Herausforderungen:

  • generiere Superweiser
  • generiere Anmeldungen
  • generiere Superweiser-Buchungen
  • generiere Klicks auf Programmheft Universität
  • generiere Klicks auf Programmheft Hochschule
  • generiere Klicks auf Website
  • generiere Facebook-Fans
  • generiere Teilnehmer der Facebook-Veranstaltung

In diesem Zusammenhang wird vielleicht ersichtlich, warum es hieß, charmant zu sein. Bei einer Vielzahl an Zielsetzungen in einem sehr begrenzten Zeitrahmen hat man gute Chancen, bei der Umsetzung der Kampagne den User mit einem Überangebot schlichtweg zu nerven und ähnlich positive Gefühle auszulösen, wie religiöse Sekten am Samstagmorgen vor der Haustür. Nur dass wir bei unserem Beispiel sechs bis acht mal bei euch klingeln würden und das zwei Monate lang an jedem Tag. Da verfliegt in der Regel sehr schnell eine Begeisterung über den „spontanen“ Besuch – egal wie angenehm dieser sein mag.

Die Maßnahmen in Kürze

Direktbuchungen: Sicher in diesem Fall der einfachste Bereich. Hier zielt man gewöhnlich auf Sichtbarkeit und generiert erfahrungsgemäß weniger Klicks als zum Beispiel bei AdWords-Maßnahmen. Kein Problem: Also alles für die Impressions! Die wesentlichen Informationen zum Event auf den verwendeten Bannern machen den Klick darauf eher zweitrangig. Nice to have, aber nicht zwingend notwendig. Kombiniert wurde das Ganze zusätzlich mit einer Newsletter-Buchung bei einer großen Studierenden-Plattform.

AdWords: Es wird kniffliger. Neben viel Finetuning im laufenden Anzeigenbetrieb müssen sich auch Anzeigen-Kampagnen auf der großen Spielwiese Google in die restlichen Maßnahmen integrieren. Wo Anzeigen auf externe Inhalte bei Facebook schnell zum Loch in der Budgetplanung mutieren können, sind AdWords-Kampagnen ein effizienter Begleiter. Auf einige Ziele wurde so komplett verzichtet, um den Blick frei zu machen für das Wesentliche. Diverse lokale Fokussierungen taten ihr Übriges. Ergänzend zu den Direktbuchungen durften die Maßnahmen im Display-Netzwerk mit 7-stelligen Impression-Zahlen auch eine ansehnliche Sichtbarkeit für sich verbuchen.

Facebook: Ob jetzt Sir John Marks Templeton oder HP Baxter den Spruch prägte „It`s nice to be important but it`s more important to be nice“ – er hatte recht. Aufmerksamkeit und Sichtbarkeit generieren ohne zu nerven bzw. zu stören war unser Motto. So wurde eben nicht mit allen Werbemaßnahmen und mit einem möglichst hohen Budget auf alle möglichen Zielsetzungen geschossen, sondern eine Strategie gewählt, die den jeweiligen Erwartungshaltungen der User entsprechen sollte. Sponsored Storys funktionieren als Buzz-Word sehr schnell, verlangen aber in der konkreten Durchführung eine enge Abstimmung zwischen Redaktion der Inhalte und Werbetreibenden. Regelmäßige Konferenzschaltungen werden so dein guter Begleiter zu einer Content-Strategie, die einen Impact erzeugen kann bzw. konnte. In diesem Sinne gebührt auch ein großer Dank der Redaktion, die immer ein offenes Ohr und gute Erreichbarkeit für uns bereit hielt.

Resümee

  • Ziele erreicht
  • einige übertroffen
  • Spaß gehabt

In diesem Sinne noch einmal Danke für die Gelegenheit bei den Campus Days 2013 im Bereich Online Marketing dabei zu sein. Es war uns nicht einerlei.

Steffen

Infos zu…
– AdWords-Kampagnen
– Social Media-Betreuung
– Crossmedia-Kampagnen


Wir machen das Licht wieder an!

Wir machen das Licht wieder an Postkarte

Es ist mittlerweile schon ein ganzes Jahr her, als wir zusammen mit den Freunden und Förderern des Magdeburger Kunstmuseums, dem Facebook-Projekt Magdeburg.halt, Dem Kollektiv Urbanpiraten, der Initiative Hassel+Leben und dem Stadtmagazin Kulturschwärmer die Spendeninitiative „Wir machen das Licht wieder an!“ ins Leben gerufen haben. Ziel war es mittels Crowdfunding die zerstörte Lichtinstallation des italienischen Künstlers Maurizio Nannucci an der Hubbrücke in Magdeburg wieder zum Leuchten zu bringen. Mit Erfolg. Innerhalb einer Woche spendeten zahlreichen Menschen Geld für das Anliegen und durchbrachen mit Leichtigkeit das gesetzte Ziel der 6.000€ Marke. Es war für uns beeindruckend zu sehen, wie groß die Bereitschaft war, zusammen dieses Kunstwerk der Stadt zurück zu geben.

Am 12.07.2013 ist es nun soweit. Die Reparaturen sind abgeschlossen und wir freuen uns die Installation mit euch zusammen wieder zu eröffnen!

Programm

20:00 – 20:30 „Tim Gerrits“ (Gewinner des Publikumspreises bei SWM Musicids 2013)
20:30 – 21:00 „Sylvia Oswald, Charlie Ludwig, Andreas Reimann & Sebastian Symanowski
21:00 – 21:30 „Pangea Squad“ (Gewinner des SWM Musicids 2013)
21:45 „Jeskom“ mit der Brückenhymne „Von hier aus“
und dann: Licht an! (ca. 21:45 / 22:00 Uhr)

Veranstaltung auf Facebook

In diesem Sinne:
Bis Freitag beim Eröffnungsfest!
Steffen


Neue Medien – neue Chancen. Wir gehen zur Gründerwoche. See you there!

Malte macht sich am kommenden Dienstag auf zur Gründerwoche im Tagungszentrum der IHK Magdeburg. Thematisch dreht sich alles, so wie man das von uns gewohnt ist, um die so genannten neuen Medien – natürlich mit einem Fokus welche Chancen diese für Unternehmer und Unternehmerinnen bereithalten.

Hier die Ankündigung zur Veranstaltung:
(Lesen und Termin im Kalender eintragen)

Neue Medien – neue Chancen

Das Internet bietet Ihnen bei der Gründung und dem Aufbau Ihres Unternehmens vielfältige und wachsende Chancen, Ihre Produkte oder Dienstleistungen zu vermarkten und Kunden zu gewinnen. Das Online-Marketing ist dabei ein Erfolgsfaktor, der in den letzten Jahren enorm an Bedeutung gewonnen hat und gerade bei der Unternehmensplanung angemessen berücksichtigt werden muss. Ein überzeugender Webauftritt bildet die Voraussetzung, reicht aber allein noch nicht aus. Die denkbaren Maßnahmen können ganz unterschiedlich sein: Entsprechende Impulse und Entscheidungshilfen geben Ihnen dazu kompetente und erfahrene Praktiker während einer Veranstaltung, zu der wir Sie herzlich einladen.

Die IHK Magdeburg, Interessenorganisation für 53.000 gewerbliche Unternehmen, beteiligt sich mit dieser kostenfreien Veranstaltung an einer bundesweiten Initiative der Industrie- und Handelskammern und des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) in der Gründerwoche Deutschland:

„Neue Medien – neue Chancen“, am 13. November 2012, von 14:00 – 17.00 Uhr

Im Tagungszentrum der IHK Magdeburg, Alter Markt 8, 39104 Magdeburg

Die Magdeburger Agentur für Kommunikation „Korrektur NACHOBEN“, ausgezeichnet mit dem Deutschen Preis für Onlinekommunikation 2011, wird Ihnen zeigen, wo sich Ihre (potenziellen) Kunden bewegen und welche Netzwerke sich für die jeweilige Branche anbieten.

Interessierte melden sich bitte unter hanisch@magdeburg.ihk.de an und bringen als Eintrittskarte Ihre Visitenkarte mit.


Bergfest bei „otto greift ein“ – ein kleiner Kampagnenrückblick

Am 20.10.2012 war es soweit – die ambitionierte Kampagne für Zivilcourage in Magdeburg „otto greift ein“ (kurz OGE) feierte ihr Bergfest. Für uns ein guter Anlass auf unsere bisherige Arbeit für die Kampagne zurückzuschauen. Und da hat sich Einiges angesammelt.

Ende März 2012 ging die offizielle Seite der Kampagne online. Als Crossmediale-Partner gestalteten und launchten wir zusätzlich einen Kanal auf Facebook und auf twitter, die mittlerweile vom Team hinter „otto greift ein“ mit Inhalten gefüllt werden und sich einer stetig wachsenden Beliebtheit erfreuen.

Die Website und die zugehörigen Auftritte in den sozialen Netzwerken sollten sich sowohl am CD der otto-Kampagne orientieren, als auch eigene optische Akzente setzen. Die OGE Seite setzt dabei auf die Grundfarben des CDs und ergänzt diese mit dezenten Farben und grafischen Details wie der Stadtsilhouette. Ein weiteres wichtiges Element bei OGE sind die Sponsoren und Unterstützer. Über 50 Vereine, Initiativen, Projekte und Firmen stehen hinter der Kampagne. Ganz bewusst sind die vielen Logos zu einem Gestaltungselement geworden, das zeigen soll: Wir alle sind zusammen dabei. Wir alle stehen für Zivilcourage in Magdeburg.

Könnten Sie bitte Hilfe holen?“

„Long Story short“ – so kann man die große Herausforderung an das gesamte Kommunikationskonzept von OGE umreißen. Plakate, Flyer und Websites haben erfahrungsgemäß einen Zeitrahmen von nur wenigen Sekunden, in denen dem Betrachter/der Betrachterin der (grobe) Inhalt vermittelt werden kann, bevor das Ganze als entweder langweilig und/oder unverständlich abgetan wird. Bei all den Anzeigen und sonstigen Werbeerzeugnissen, die täglich um unsere Aufmerksamkeit ringen, ist dies nicht verwunderlich. Nun ist OGE als Kampagne für Zivilcourage mit keinem Leichtgewicht von Begrifflichkeit ausgestattet. Zivilcourage … davon hat man gehört. Aber als Begriff zieht Zivilcourage nicht gerade die Aufmerksamkeit der Massen auf sich. Doch gerade diese so genannte breite Öffentlichkeit gilt es zu erreichen und für ein Workshopprogramm zu begeistern. Also haben wir abstrahiert von der Frage „Was bedeutet Zivilcourage im täglichen Leben?“. So startete die Kampagne mit zwei Slogans. Auf dem ersten großen Plakat der Kampagne leuchtete der Spruch „Können Sie bitte Hilfe holen?“. Hier stand die persönliche Ansprache im öffentlichen Raum im Vordergrund. Denn oft ist es eben die erhörte Bitte um Hilfe, die den Unterschied machen kann. Die Begegnung mit dem Spruch im Alltag sollte dazu anregen, über ähnlich erlebte Situationen nachzudenken. Die Betrachter/innen sollten sich fragen, ob sie selbst in der Lage wären zu helfen. Die Website begrüßt die Besucher mit dem Slogan „Mutig sein kann man einüben“. Hier steht die Intention im Fokus das Workshopangebot für Zivilcourage klar zu positionieren. Wir alle haben Angst in bestimmten Situationen, aber: man kann lernen damit umzugehen! Erfahrene Trainer_Innen vermitteln in den Workshops daher nicht nur zivilgesellschaftliche Praxis, sondern auch Möglichkeiten, die eigenen Ängste zu kontrollieren.

Mittlerweile sind sieben Plakatmotive für die Kampagne entstanden und rund 6.000 Mal gedruckt worden. Weiterhin entstanden ein 6-seitiger Kampagnenflyer, diverse Anzeigen, ein Roll-Up, ein Banner, Buttons und T-Shirt-Motive. Ein kleinen Überblick über die Palette der Druck-Erzeugnisse ist hier zu sehen:

Plakate: 

  
  

  

Aufkleber & Shirts:

Ausblick:

Zum Bergfest von „otto greift ein“ im Moritzhof Magdeburg kamen rund 200 Gäste. Weiterhin startete hier der Wettbewerb „Kunststück Courage“, der kreative Köpfe einlädt, sich mit ihrer Idee für Zivilcourage zu bewerben. Unser Creative Director Steffen ist dabei nicht nur für die grafische Gestaltung der Werbemittel zuständig, sondern wird auch seinen Platz in der Jury einnehmen. Mehr dazu hier.

Wir blicken also auf einen arbeitsreichen, aber auch sehr schönen ersten Teil der Kampagne zurück und freuen uns, dass wir dabei sein können.

Auf in die nächste Halbzeit!


Meile der Demokratie 2012

Auch in diesem Jahr wurden wir als Agentur erneut beauftragt einen Teil der Werbung und Öffentlichkeitsarbeit zu übernehmen. Dabei ging es zunächst um die Aktualisierung des bisherigen Designs der Meile – „Auffrischen“ und zugleich den Wiedererkennungswert mit den bisherigen Werbemitteln erhalten. Eine Herausforderung des Meile-Designs ist ohne Frage immer die sehr große Zielgruppe. Eine grafische Lösung muss hier quer durch alle Altersschichten hindurch und für eine große Anzahl zivilgesellschaftlicher Initiativen möglichst ansprechend sein.

Für die Neugestaltung wurden zunächst sehr kräftige Farben gewählt. Das leuchtende und starke Blau des Hintergrunds bildet hier den Kontrast zu den Grundfarben des Ottostadt CI, welches in den Pfeilen aufgenommen wurde. Als wesentliche Bildelemente blieben der stilisierte Stadtplan im Hintergrund und die bereits angesprochenen Pfeile erhalten. Das Design wurde deutlich reduzierter aufgebaut, um den zu kommunizierenden Inhalt stärker in den Vordergrund zu rücken und eine klarere Bildsprache zu schaffe. In den verschiedenen Anwendungsbereichen – vom Plakat bis zum Webbanner – waren die Pfeile (+ Titel) das bestimmende Gestaltungselement.

Nach der Festlegung der Grunddesignelemente und Farben, wurde das Ganze für die verschiedenen Werbemittel und Medien umgesetzt (Plakat, Falzflyer, Anzeigenmotiv, Webbanner, Programmheft, Website-Designelemente und grafische Elemente für die Social Media Auftritte der Meile).

Für die Meile der Demokratie übernahmen wir als Agentur weiterhin die Betreuung der Website und der sozialen Netzwerke (Facebook & twitter), sowie einen Teil der Pressearbeit.

Im Rückblick auf die Meile freuen wir uns nun über eine erneute Steigerung der Besucherzahlen – so wird von schätzungsweise 10.000 Menschen gesprochen – und eine wirklich gute Berichterstattung im Vorlauf der Meile, wie auch über die Meile selbst. Besonders erfreulich ist auch die diesjährige große Resonanz in überregionalen Medien.

Wie sagt man so schön: Wir danken für die erfolgreiche Zusammenarbeit.

SJ


Es ist Veränderung

Am Mittwoch, den 26.10.2011 wird um 19 Uhr das Ausstellungsprojekt Benutzeroberfläche STADT im Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen Magdeburg eröffnet werden. Das bedeutet für mich eine sehr arbeitsintensive kommende Woche, die vor mir liegt. Vor, nach und zwischen der Arbeit geht es dann ins Kloster, um an der Ausstellung zu werkeln. Zum anderen freut es mich aber auch diesen neuen Raum zu haben, um mich auszuleben. Der Kulturschwärmer Magdeburg fragte für die aktuelle Ausgabe für einen Gastbeitrag an, in dem ich mich noch einmal gesondert mit dem Verhältnis (sub)urbaner Kultur und offizieller Ausstellungsräume befassen sollte. Der Beitrag ist im aktuellen Kulturschwärmer zu finden. Für alle Leser/innen des Blogs möchte ich ihn aber auch noch einmal auf diesem Wege zugänglich machen.

Es ist Veränderung statt Verlust von Authentizität
Kulturschwärmer Oktober 2011 

Banksy – ein Name, der fast schon zum Synonym für urbane Kunst und Streetart geworden ist. Popularität verändert aber auch vieles. Einige seiner Arbeiten werden mittlerweile für viel Geld gekauft – und verkauft. Man muss nicht unbedingt verstehen, warum einige Menschen Geld für Sachen ausgeben, die andernorts einfach im Stadtbild zu finden sind. Feststellen kann man aber: es passiert. Streetart, nicht nur Banksy, ist populär geworden und der urbane Style funktioniert schon seit Jahren im Marketing. Das, was einst in einer Form von Protest entstand, hat den Weg in die Mitte der Gesellschaft gefunden. Heute gibt es Firmen die sich ihre Büros durch aufwendige Graffiti-Werke verschönern lassen; Modemarken, die sich teuer die Namen der Szene einkaufen und Streetart-Workshops in der Jugendsozialarbeit. „Früher war alles besser“, mögen einige sagen. Und das Ideale verraten wurden. Ich denke eher, das Veränderung ein normaler Prozess ist. Menschen sind mit ihren Protestformen und subkulturellen Codes älter geworden. Vielleicht haben unsere Eltern damals gehofft, dass das nur der jugendliche Sturm und Drang sei – eine Phase, die vorbei geht. Dem war wohl nicht so. Die bösen und aufsässigen Jugendlichen von Früher sind die tätowierten Erwachsenen von Heute. Das ist eine Veränderung, die ich durchaus sehr schätze. Und die mich gelassen hinnehmen lässt, wenn sich ein Banksy-Werk für viel Geld verkaufen lässt.

Urbane bzw. suburbane Kultur – darum soll es auch in „Benutzeroberfläche Stadt“ gehen. Insgesamt werden elf Menschen aus den Bereichen Streetart und Graffiti zusammen die Ausstellung entwickeln und mit ihren jeweiligen Stilen und Arbeitsweisen aufeinander treffen. Ich wurde ebenfalls angefragt und habe mir natürlich die Frage gestellt: „Will ich überhaupt mit dem, was ich mache, in so einen Raum?“ Streetart begegnet uns, so sagt ja schon der Name, im Alltag – an Häuserwänden, als Installation, als Sticker und und und. Sie verändert ein Stadtbild und ist als Protestform und künstlerische Intervention groß geworden. „Stadt“ wurde zum Medium der Kommunikation, um sich sichtbar zu machen und Probleme zu thematisieren. Und nun eine Ausstellung im Kunstmuseum? Wir sind also zurück bei der beschriebenen Bewegung in die Mitte. Aber verlieren wir unsere Ansprüche und unsere Authentizität? Oder ist es die gesellschaftliche Veränderung; unsere Veränderung, die es ermöglicht, heute auch Räume wie ein Kunstmuseum zu erreichen? Ich denke es ist Letzteres, und wir haben ein neues Medium, mit dem wir auch hier wieder versuchen werden, mit anderen zu kommunizieren – über das was uns wichtig ist, was wir mögen und was uns stört.

SJ


I survived the 1st Google+ Wave

WG hat es schon vorgemacht und seine erste Bilanz zu Google+ gezogen. Da will ich mich anschließen und auch die ersten Tage Revue passieren lassen.

 

Erster Eindruck:

Was soll ich sagen. Als Designer spricht mich das Layout erst einmal absolut an. Alles ist schön gestyled und wirkt sehr clean. Hier und da wird das ganze mit einem verspielten Effekt garniert. Da hatten einige Leute Spaß bei Google und der sei ihnen auch gegönnt.

Also dann mal los: Leute finden und in die Circles packen. Zusätzliche Circles anlegen. Sparks einrichten und im Hangout telefonieren.

 

Zweiter Eindruck:

Google im Gesamten hat noch nicht den einheitlichen Sprung in die Plus-Welt geschafft. Das liegt mit Sicherheit am frühen Stadium. Doch diese Inkonsistenz fällt dann doch ab und an störend auf. Google-Docs kann ich leider nicht mit bestimmten Circles teilen. Mails funktionieren auch nach wie vor nur im altbewährten Prinzip. Kalender? Selbes Problem.

 

Die User und die Frage „Was ist Google+?“

Am Verhalten einiger User kann man eigentlich sehr schön die Antworten auf diese Frage sehen. Einige benutzen die neue Plattform wie Facebook. Posten Statusmeldungen. Adden Fotos. Liken bzw. Plussen usw.. Andere benutzen das Ganze direkt wie twitter und beginnen Circles mit tausenden Leuten anzulegen, denen sie folgen. Damit haben es zumindest diese Verhaltensweisen schon einmal in die neue Plus-Welt geschafft.

 

Infografiken hier und da

Wenn es seit der Einführung eines gibt, was boomt, dann die Infografik-Produktion. Ich weiß gar nicht wie viele Grafiken mir nun schon gesagt haben, das Facebook Firmenseiten hat und Google+ bislang nicht. Das es hier Skypetelefonate und dort Hangouts gibt und und und. So richtig herausragend ist das alles nicht. Wahrscheinlich lassen sich nur nicht so gut Infografiken dazu machen, dass man größtenteils noch gar nicht weiß wohin die Google+ Reise noch geht. So wirkt dann das meiste auch wirklich einfach substanzlos.

 

Warten

Gerade ist zumindest in meiner Google+ Welt Ruhe eingekehrt. Das heißt nicht das ich Google+ nicht mehr nutze. Vielmehr hat es aber bei mir eine andere Position als Facebook oder twitter. Als Managementtool für Projekte hat es bereits jetzt einige Qualitäten, die überzeugen und mit denen ich gern experimentiere. Da interessiert mich herzlich wenig, wer gerade Kaffee trinkt oder wer was zum Mittag hatte. Sollten mehr Google-Dienste (s.o. Docs, Mail, Kalender) mit Plus nutzbar werden, hat mich Google+ mit Sicherheit auf längere Sicht als festen User gewonnen.

 

SJ