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easy wordpress – ein Dank

Das Backend des Webs ist ja schon lange nicht mehr nur den Tekkies vorbehalten. Dank der vielen kostenlosen Systeme, die es einem einfach machen eine eigene Website oder einen eigenen Blog zu erstellen, kann jeder, der will einfach loslegen und sich dem Internet mitteilen. Ganz vorn mit dabei ist wordpress.com. Natürlich gibt es auch andere Systeme, die sicher einen ebenso guten Job machen. Ich habe mich auf die Empfehlung von befreundeten Tekkies verlassen und mich mit wordpress vertraut gemacht. In der Agentur haben wir mehrere Projekte mit dem System umgesetzt, auch unser eigener Blog läuft ja damit.

Der Dank, den ich hier ausspreche, bezieht sich auf ein bestimmtes Projekt. Der Jugendaustausch Access Included, initiiert vom Bildungsnetzwerk Magdeburg, findet gerade statt. Jugendliche aus Bosnien-Herzegowina, aus der Tschechischen  Republik, aus Russland und aus Deutschland treffen aufeinander und beschäftigen sich mit Interreligiosität und dem Europäischen Bewusstsein. Diese Begegnung wird auf dem Blog http://accessincluded.wordpress.com/ festgehalten.

Das Tolle daran – mit dem Blog haben die Jugendlichen ein Tagebuch, welches in Bild und Text ihre Erlebnisse bannt und diese auch ihren Freunden zugänglich macht. Das System ist so einfach, dass sie selbst diese Inhalte generieren und einpflegen können. Der Blog ist nicht nur Blog, sondern bietet dem gesamten Projekt eine Webpräsenz mit Hintergrundinfos und der Präsentation der Ergebnisse aus den verschiedenen Workshops. Und das Ganze sprengt auch nicht den knapp bemessenen Budgetrahmen solcher Bildungsprojekte.

wordpress ist das neue Ü-Ei. Alles auf einmal und dann auch noch für jedermann. Danke!

gb


Die Jugend von heute – zwei Schülerpraktikantinnen zu Besuch!

Ende Februar hatten wir Madlen und Imke bei uns in der Agentur zu Gast. Ihre Schule möchte, dass sie ein zweiwöchiges Praktikum machen und so den Arbeitsalltag kennen lernen. Den Betrieb können sie sich aussuchen und da sind sie irgendwie auf uns gekommen. Wir dachten, dass wäre eine gute Idee und haben ihnen zugesagt. Das war im November letzten Jahres. Dann standen sie auf einmal bei uns vor der Tür und wollten nun einen Einblick erhalten. In unser Agenturleben. Herzlich willkommen, Mädels!

In unserem Job ist manchmal Recherche schon die halbe Miete. Kunde, Thema, Zielgruppe, Medienecho, etc. Aus Input generiert man Output. Und das haben die beiden Mädels auch gemacht. Für die bevorstehenden Kampagne „Otto greift ein“, initiiert von Dr. Richard Hanke-Rauschenberg und von uns betreut, haben wir sie in die Weiten des Internets geschickt. Sie sollten recherchieren, welche anderen Kampagnen zum Thema Zivilcourage es bereits gab, sich die raussuchen, die ihnen am besten gefallen haben und uns erklären warum. Das war der Input-Teil. Für den Output hatten sie sich selbst überlegt ein Video zu machen. Von unserer Seite stand dem nichts entgegen und wir beschlossen gemeinsam eine Straßenumfrage zum Thema Zivilcourage zu machen. Technisch sind die beiden fit, also zogen sie los und haben die Leute befragt. Imke hat die Fragen gestellt und sich als Reporterin hervorragend geschlagen. Madlen war die Kamerafrau, die auch noch technisch den Schnitt gestemmt hat. Die beiden haben das Video weitestgehend selbst erstellt und bei der Präsentation waren wir begeistert von ihrem Output!!

Danke Imme und Maddi für diesen tollen Job.
Wir hoffen natürlich auch, dass es euch bei uns gefallen hat?
Madlens Antwort: „Die erste Woche war okay. Wir hatten eine Aufgabe und mussten sie erfüllen. Es war einfach cool, dass man wirklich wusste wofür man eine Präsentation macht. In der Schule für gute Noten, aber diesmal ging es darum euch ein Thema nahe zu bringen, womit wir uns beschäftigt hatten. Die zweite Woche war natürlich am Schönsten, weil das uns beide am meisten ansprach und ich bin auch froh, dass es euch gefallen hat. Wir waren dann doch ziemlich stolz auf uns so was in der Zeit fertig gebracht zu haben und es hat auch noch Spaß gemacht.“

gb

Die Liveticker-Manie

Die Welt ist doch ungerecht. Es gibt so viele schöne Ereignisse an denen wir gern teilnehmen würden, und können es aber nicht. ABER es gibt ja den Liveticker. Nicht mehr nur für Sport- und Börsenfreunde. Jetzt können wir fast alles live verfolgen. Den Angriff in Lybien, die Katastrophe in Japan, die Monarchenhochzeit in England und sogar den Tod Osama bin Ladens (nachdem er bereits getötet wurde).

Der Spiegel schickte fünf Reporter nach London zur Traumhochzeit von Willi&Kate und ließ zusätzlich acht weitere aus Hamburg berichten. Der Liveticker verrät, dass der Tag früh beginnt, dass es großes Gedrängel vor Westminster Abby gibt und dass sich zwei Schaulustige Bacon braten. Informationsgehalt gleich null. Aber das allgemein große Interesse rechtfertigt vielleicht diese Form der leichten Unterhaltung ohne qualitativen Anspruch. Viel schlimmer sind die aktuellen Liveticker vom Tod Osama bin Ladens. Der Stern hat einen und sammelt dort im 5-Minuten Takt alle News rund um den Tod bin Ladens. Seien es Vermutungen, Behauptungen oder Statements von Ländern, Parteien oder Politikern. Die Freude, die Vorwürde, neueste Enthüllungen über den Ablauf des Angriffs, es wird uns suggeriert wir würden das politische Geschehen auf der Welt live verfolgen können. Stimmt natürlich nicht. Aber ist das nicht Aufgabe eines Livetickers? Live dabei sein. Sofort erfahren, wenn sich was tut. Wenn es Grund zum Jubeln gibt. Oder Grund sich Sorgen zu machen. Weil die Börsenkurse bergab stürzen oder die Favoritenmannschaft das zweite Tor kassiert. Nun fiebern wir mit den Arbeitern von Fukushima und den Hochzeitsgästen der Familie Windsor. Der Liveticker funktioniert nur, wenn er schnell ist. Live eben. Eine schnelle Berichterstattung geht aber meist auf Kosten der Qualität. Gut Ding will Weile haben. Der Spruch passt hier natürlich nicht, aber eine gute Recherche ist im Journalismus nun mal notwendig. Immerhin verlassen wir Leser uns auf das Handwerk der Profis. Der Liveticker-Trend begründet sich vielleicht auf unserer Informationsgier und hat so auch seine Berechtigung. Bei einigen Themen verkraften wir das, aber wenn es um Krieg und eine Nuklearkatastrophe geht, dann hat das Live-Erlebnis auch etwas Morbides.

gb


Wahlkampf ohne Wahlwerbung (ein Vorschlag)

Werbung wirbt! Das Beste, das Größte, das einzig Wahre. Alles und jeder kann beworben werden, mit noch so abstrusen Botschaften. Am Ende zählt nur das Ziel: der Sieg. Seien es die höheren Verkaufszahlen oder die Möglichkeit ein Land zu regieren. Wahlwerbung will uns Wähler von der Partei überzeugen. Werbeplakate an jeder Laterne. Auch wenn die fünf zuvor schon jeweils das selbe Plakat hängen hatten. Werbespots, die leicht dahinplätschern und uns überzeugen wollen, dass z.B. Herr oder Frau Kandidat(in) unsere Anliegen in den Landtag tragen. Hinzu kommen noch die hundertausend Merchandise-Artikel, die einem die Farbe(n) der Parteien in die Augen brennen sollen. Präsenz ist gut und wichtig, und teuer! Kann man das nicht alles sein lassen und nur auf Inhalte setzten? Eine gut aufbereitete Broschüre, die ausführlich und verständlich über die Parteiprogramme informiert, realistische Einschätzungen aktueller Probleme aufzeigt und parteispezifische Lösungsansätze vorstellt. Pro Partei ein gutes – und nach allen Regeln der Werbe- und Marketingkunst aufbereitetes Büchlein an jeden Bürger und alle Haushalte im Land verteilt. Flächendeckend versteht sich. So würde auch im ländlichen Raum allen Parteien die Präsenz gelingen (und nicht nur der NPD).
Und ja, das bedeutet Arbeit für uns Wähler. Aber so werden wir ernst genommen und aufgeklärt.

KNO-Videovoting

STARTSCHUSS 12 Uhr!!!


Macht verdirbt die Moral!

Das ist natürlich keine neue Erkenntnis. Wir wissen, frech kommt weiter. Und im Fall Guttenberg hat sich mal wieder jemand aus Machthunger verleiten lassen und dabei den Anstand hinten anstehen lassen. Neu ist, dass die Medien und gerade das Internet diesmal den Leuten, die ihre Augen zudrücken wollten, eben diese mit allen Mitteln offen gehalten haben. Fast schon wie Schlafentzug. Es gab kein entrinnen, egal welcher Sender oder welche Schlagzeile, alles drehte sich um Herrn KTG und seine plagiierte Diss. Die viel zitierte Macht der Medien hat sich bestätigt. Aber auch hier trifft die oben erwähnte alte Erkenntnis zu. Laut zu sein ist gut, penetrant zu sein in diesem Fall auch. Aber die liebe Moral wurde in der Berichterstattung eben auch hinten angestellt. Die alteingesessene  Sonderstellung der Politiker, damit meine ich den Respekt und die ritualisierten Umgangsformen, ist zumindest in der Berichterstattung einfach mal flöten gegangen. Gut, ein Betrüger bleibt ein Betrüger, ob nun Politiker oder nicht. Aber es gab schon viele Betrüger in vielen hohen Positionen und bislang hat der Anstand dafür gesorgt, dass sie nie als solche betitelt wurden. Der Sieg des Internets im Fall Guttenberg steht also für mehr als nur den erfolgreichen Druck der Öffentlichkeit: „Alle Menschen sind vor dem Internet gleich.“

gb


Liebe Judith, (eine Meinung)

ich glaube, du denkst, wir glauben im Himmel sei Jahrmarkt. Mag ja auch sein. Immerhin versetzt der Glaube Berge. Aber der Vorwurf an BILD die Dummheit aller Beteiligten auszunutzen, schnellt wie ein Ping Pong Ball zurück. Vor Entrüstung laut aufzuschreien und sich damit distanzieren zu wollen, kommt in der Marketing- und PR-Welt dem Mitmachen gleich. Der erzielte Effekt ist der Selbe.

Was wäre die Alternative?

Vielleicht gibt es keine, die nicht auch angreifbar wäre. Aber dieser lange Erklärungsversuch kratzt an eurer Glaubwürdigkeit, weil so die Wellen hochschlagen und auch ihr ein großes Stück vom Kuchen abbekommt.

Eine Antwort: Auf den Tisch hauen ohne Erklärung! Das lässt den Gegenüber zwar im Dunkeln, aber wir sind ja nicht dumm und könnten uns unseren Teil dabei denken…

gb


Setz Dich, Mädchen!

Volle Straßenbahn = kein Sitzplatz und Gedrängel beim Ein- und Aussteigen. „Entschuldigung, dürfte ich?“ „Tut mir leid.“  „Geht schon.“ Beim dritten Halt zwängte ich mich in die Mitte eines Viersitzers und trat bei Abfahrt wieder zurück. Beim vierten Halt spürte ich einen harten Schlag gegen meine Hand. Ich blickte mich um und sah einen sehr alten weißhaarigen Mann, der mir mit einer ruppigen Kopfbewegung zu verstehen gab, dass neben ihm am Fenster der Platz frei war. Kein „Entschuldigung junge Frau, möchten sie vielleicht…“. Manchmal kostet Freundlichkeit nur unnötig Zeit. Dieser Herr hat die Kommunikation auf Nötigste reduziert. Ich hab mich sofort gesetzt, ohne ein „Danke. Das ist nett. Aber vielleicht…“, und er konnte seine Beine lang machen.

gb


Guten Tag! Oder auch nicht.

Begegnungen und Gespräche beginnen immer mit einer Begrüßung. Erst ein „Hallo“, dann der Rest an Information. Und es gibt viele Arten sich „Hallo“ zu sagen. Mit Worten. Mit Körperkontakt. Oder ohne. Manchmal reicht auch ein leichtes Nicken. Jedenfalls wird uns, sobald wir reden und laufen können, immer wieder eingeschärft, den Erwachsenen schön „Guten Tag“ zu sagen. So gehört sich das. Ist ja auch richtig so. Höflich, wie Mutti sagt.

Aber wie sieht das anders herum aus? Wenn man noch nicht sprechen und laufen kann, also der allgemein gültigen Regel „Respekt dem Älteren“ noch nicht folge zu leisten vermag. Begrüßt man Babys auf Mutters Arm? Ein Großteil der Mitmenschen tut dies natürlich. Schon allein, um vielleicht ein kleines Lächeln zu erhaschen. Aber es gibt auch Leute, die dies nicht tun. Flüchtige Bekannte, die einem von der Blasenentzündung ihres Hundes berichten (dem man übrigens auch „Guten Tag“ sagt, und sagen sollte). Alte Freunde, die man zwar lange nicht gesehen hat, die aber dennoch ausführlich über ihr aktuelles Befinden berichten. Sie bleiben auf der Straße stehen und bevor sie sich mitteilen, sagen sie „Hallo“. Aus Höflichkeit.

Gut, mit Babys führt man ja für gewöhnlich auch keine Gespräche.

gb