Berichte

#Hashtag

Hashtags stellen digitale Wegmarken oder viel mehr noch ein neues System der Kanalisierung und Orientierung im Web dar. Ihre Akzeptanz hat mittlerweile nicht nur Facebook erkannt und diese integriert. Auch andere Dienste wie Google+, Instagram, Pinterest oder Tumblr arbeiten mit Hahstags. Allein die Plattformübergreifende Suche mittels Google und Co. steht dazu noch aus.

Das Doppelkreuz “#” = hash und Markierung = tag bezeichnen Wörter oder zusammen geschriebene Wortgruppen, welche Themen, Ereignisse, Anliegen aber generell jedes beliebige Phänomän markieren und in dieser Verbindung einfach auffindbar machen.

Nach einer aktuellen Studie diesen Jahres nutzen mehr als 50% der Mobilfunkbesitzer regelmäßig Hahstags bei der Nutzung ihrer sozialen Netzwerke. Ihre Akzeptanz schöpfen sie aber auch aus der erreichten gesellschaftlichen Akzeptanz.

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#gezipark #royalbaby #aufschrei #btw13 – die Liste der populären Hashtags ließe sich ewig fortsetzen und bleibt chancenlos, da sich Hashtags selbst aus dem ewig schwellenden Strom der Nutzer und ihrer Themen ergeben. Der Schwarm und seine Intelligenz systematisiert und popularisiert die Hashtags. Zum Teil wird damit auch den etablierten Playern das Agendasetting aus den Händen genommen.

Natürlich schlagen sich die schon vor dem Hashtag populären Ereignisse wie #Tatort oder #Bundesliga genauso auch im Netz wieder. Allerdings entsteht dabei eine zweite Ebene des Ereignisses. Dieser sogenannte #SecondScreen ist Plattform der Diskussion über das aktuelle Geschehen bspw. der laufende #Tatort im TV oder die #Deutschlandkette während des #TVDuell . Ebenso liefert es aber auch bei Events die Möglichkeit des Austausches zwischen sich persönlich unbekannten Diskutanten, die nicht im Podium sitzen.

Absehbar wird #StauA2 schneller Informationen lieferen, als etablierte Medien, wie auch exotische Themen leichter Chancen haben werden, ihre Interessenten zu finden. Für die Kommunikation eröffnen sich damit neue Kommunikationsangebote hin zur Zielgruppe entsprechend #Coke, wie auch die Möglichkeit zur Beteiligung am Dialog der Nutzer unter #kegeln .

wg

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responsable design

mike_monteiro_webstock_beitrag
Bild: Screenshot aus der Präsentation zu „How Designers Destroyed the World“

Über den Blog Nerdcore bin ich gestern (als langjähriger Fan der Seite) auf den Mitschnitt von Mike Monteiros Beitrag auf der Webstock’13 gestoßen. Auf Mike bin ich vor einiger Zeit durch sein wunderbares Buch „Design is a Job“ aufmerksam geworden. Ohne dazu groß Worte zu verlieren: It`s worth reading & buying! (z.B. hier bei unseren Freunden und Kollegen bei marmalade)

Ich war also äußert gespannt, was es bedeutet, wenn sich Mike unter dem Titel „How Designers Destroyed the World“ an die Öffentlichkeit wendet. Needless to say: He loves his job!

Und: Offenbar hat mir das Ganze sehr gut gefallen, sonst würde ich wohl kaum einen Blogbeitrag dazu verfassen. Es gibt viele Dinge die wir unter professionellen Gesichtspunkten als Designer richtig machen können. Mike erweitert im Talk nun diesen Fokus und erinnert an all unsere Verantwortung für die Sachen, die wir der Welt, unseren Kunden, unserem Handwerk und vor allem uns selbst zumuten.

„Never trust a designer who has never been punched in the mouth.“

– Mike Monteiro

Dabei argumentiert Mike eben nicht selbstgefällig vom oft genannten Elfenbeinturm aus. Wer seine Geschichte kennt, wird wissen, dass er selbst einen langen harten Weg als Designer hinter sich hat. Sein Vortrag hat eine sehr konstruktive Aussage, wenn er uns als Designer daran erinnert (was eigentlich sehr erscheckend ist, dass er es machen muss) eben nicht nur einfach unseren Job zu machen, sondern auch mal den Mund auf zu machen, wenn etwas in unseren Augen falsch ist. Dabei geht es natürlich auch darum Konsequenzen tragen zu wollen. Aber seht selbst. Ich kann euch diese 47 Minuten jedenfalls nur sehr ans Herz legen.

Here we go:


Do’s and Don’ts bei (Online-)Kampagnen

Wir wollen also die Welt retten …
Bei der Erarbeitung von (Online-)Kampagnen für NGOs sind wir immer wieder auf vergleichbare Fragen und Probleme gestoßen. Daraus ist eine Präsentation entstanden, die sich mit wesentlichen Eckpunkten der Kampagnenplanung und Umsetzung befasst.


AdWords-Strategien für eine reine Content-Seite

Case: www.luther-erleben.de
Laufzeit: 6 Monate


Screenshot der Homepage luther-erleben.de

AdWords-Kampagnen sind nicht nur nützlich für Geschäfte, die – online oder in physischen Läden – Conversions in Form von Leads, Verkäufen etc. generieren wollen. Sie eignen sich ebenso für Content-Seiten. Eine solche Homepage ist die Seite luther-erleben.de, die sich thematisch dem Wirken Martin Luthers widmet. Natürlich sind auch bei einem solchen Projekt messbare Zahlen nicht irrelevant. Die Seite informiert beispielsweise über Wirkungsstätten des Reformators, mit dem Ziel, Besucher anzulocken. Im Vordergrund steht jedoch das Schaffen Luthers und seine authentischen Wirkungsstätten, über das ausführlich aufgeklärt wird.

KNO wurde damit beauftragt, für eine Laufzeit von 6 Monaten eine AdWords-Kampagne für die Homepage einzurichten und zu betreuen. Das erklärte Ziel: Bekanntheit vergrößern und viele Besucher auf die Homepage bringen.

Anfangen, wo es anfängt
Eine gut strukturierte Kampagne ist das A und O. Häufig bietet es sich an, die Seitenstruktur für die AdWords-Kampagne zu übernehmen. Damit kann man thematisch abgegrenzte Sub-Kampagnen verwalten und Keywords entsprechend des Webseiten-Contents suchen. Die Erstellung des Keyword-Sets mag sich etwas schwieriger gestalten als beispielsweise bei Webshops, da einige Keywords hier weniger offensichtlich sind. Bei Homepages, deren gesamter Content sich um ein zentrales Thema dreht, steht man jedoch schnell vor dem Problem der doppelten Keyword-Nutzung. Diesen Fall sollte man unbedingt vermeiden, da sonst die Anzeigen, die auf dieses Keyword zurückgreifen, miteinander um die Schaltung konkurrieren. Die Konkurrenz bei AdWords-Kampagnen ist hoch genug, da muss man nicht mit sich selbst um die besten Plätze rangeln. Es gilt also, ein aussagekräftiges Set an Keywords für jede Webseite zu erstellen. Zur Veranschaulichung: Eines unserer Haupt-Keywords war „Martin Luther“. Das Keyword taucht auf fast jeder Website auf, spiegelt aber nicht immer den wesentlichen Content wieder. Es wurde daher für jene Anzeigengruppe reserviert, die den essentiellen Content umfasst: den Artikel zur Person Martin Luther.

Reduce to the max
Es gibt zwei Möglichkeiten, eine AdWords-Kampagne zu starten.

Möglichkeit 1: Man stellt ein komplettes Set an potentiellen Keywords (die man zuvor getestet hat) online und reduziert es je nach Performance der einzelnen Keywords.

Möglichkeit 2: Man kann aber auch mit einem Kern an Keywords anfangen, nach und nach Keywords ergänzen und je nach Leistung wieder reduzieren. Für welchen Weg auch immer man sich entscheidet: Es empfiehlt sich unbedingt, nach einigen Wochen der Datensammlung das Keyword-Set permanent zu überarbeiten! Da unsere Kampagne nur ein halbes Jahr laufen sollte, haben wir uns für die erste Option entschieden: Mit Kampagnenbeginn wurde die gesamte Palette der recherchierten Keywords online gebracht, um schnellstmöglich aussagekräftige Daten zu sammeln und anschließend mit dem Ausmisten beginnen zu können. An dieser Stelle wird man sich auch von Keywords verabschieden müssen, die man als essentiell für den Content erachtet. Aber: Manche Keywords taugen schlichtweg nichts und sollten nicht zwanghaft beibehalten werden, nur weil man sie persönlich für relevant hält. Natürlich finden sich im Laufe der Zeit auch neue Keywords anhand der Suchanfragen von Usern; andere Keyword-Optionen sowie neue Anzeigentexte sollten getestet werden. Mit fortschreitender Kampagnen-Laufzeit stellt sich so ein Set an Keywords und Anzeigen heraus, die gute Leistungen aufzeigen.

Das größte Budget für die beste Leistung
Gute Leistungen, das sind bei Homepages im Such-Werbenetzwerk, die nicht auf Conversions abzielen: hohe Klickzahlen, niedrige Kosten und eine gute Click-Through-Rate (CTR: Verhältnis von Impressions und Klicks). Ist die Kampagne soweit, dass sie hier gute Werte erzielt, hat man eine wunderbare Ausgangslage, um ein wenig mit dem Budget herumzuspielen. Warum in dieser Reihenfolge? Natürlich ist das Budget ein wesentlicher Faktor dafür, welche Leistung die Kampagne erreichen kann. AdWords bietet jedoch derart umfassende Optimierungsmöglichkeiten abseits von den Geboten, dass wir es als sinnvoll erachtet haben, nicht mit dem vollen Monatsbudget in die Kampagne zu starten. Stattdessen haben wir die Ausgaben mit zunehmender Leistung schrittweise erhöht, um mehr aus dem Budget herauszuholen. Dahinter steht die Überlegung, dass sich erst im Laufe der Kampagne unter Ausreizung aller Möglichkeiten leistungsstarke Keywords und Anzeigen von leistungsschwachen, Content-relevante von irrelevanten abgrenzen. Daher ist es sinnvoll, nicht mit Hilfe von hohen Ausgaben Keywords auf einem Level von gerade noch akzeptablen Leistungen zu halten. So kann man sicherstellen, dass das Budget tatsächlich für die besten Keywords ausgegeben wird und somit gut investiert ist. Eine solche Vorgehensweise empfiehlt sich vor allem bei Kampagnen mit geringem und/ oder begrenztem Budget.

Resümee
AdWords-Kampagnen für Content-Seiten sind durchaus sinnvoll, wenn sie ein interessantes Thema umfassen und eine gute Struktur aufweisen. Die Kampagne für luther-erleben.de war in dieser Hinsicht eine sehr dankbare Aufgabe. An einigen Stellen waren wir von dem großen Interesse überrascht. Wir danken für das Vertrauen und freuen uns auf weitere interessante Projekte.

Jessi

–> Jetzt eigene AdWords-Kampagne in Auftrag geben!


Fragen über Fragen – Ein Blick auf umfrageonline.com & typeform.com

“Versteht das der Kunde?”, “Funktioniert die Call To Action?”, “Ist das logisch?”, “Ist das gelerntes Verhalten?” Schön wenn diese Fragen bei Meetings aufkommen. Denn: Sie sind richtig und wichtig. Problematisch wird es dann in der Regel, wenn Argumentationen komplett zu Thesen auf Grundlage eigener Annahmen verkommen. Nicht, dass eigene Ideen schlecht sind – ganz im Gegenteil. Aber viele Projekte kranken an unzureichenden Prüfungen der Thesen. Im schlimmsten Fall werden am konkreten Projekt nur noch eigene Schätzungen diskutiert, ohne das irgend jemand diese mit verifizierten Daten stützen oder widerlegen könnte. Ein widerlegtes “ich glaube”; ein ausgehebeltes “ich finde” … und man wird den Wert einer Erhebung, ob Marktforschung oder Usability-Test, zu schätzen wissen.

An dieser Stelle wollen wir, wenn möglich, regelmäßig Tools vorstellen, die uns den Arbeitsalltag erleichtern. Heute dreht sich alles um Umfragen-Tools.

umfragenonline.com

Bevor ein Film veröffentlicht wird, wollen die Macher wissen, wie er beim Publikum ankommt, um den Film oder das Filmmarketing zu optimieren. Die Kollegen von Freistil Film baten uns, ein Testscreening mit dem Rohschnitt ihres neusten Streifens „Die Brunnenfrau“ durchzuführen. Zum Screening gehört immer auch eine kleine Umfrage, über die dem Testpublikum Fragen zu Inhalt und Ästhetik des Films gestellt werden.

Umfrageelemente in der Basisversion

Bild: Umfrageelemente in der Basisversion

In der Vorbereitung des Screenings entschieden wir uns, Screening und Umfrage online durchzuführen, da wir so Zeit und Geld sparen konnten. Einzuladen waren ca. 30 Testpersonen, die sich den Rohschnitt der „Brunnenfrau“ auf Youtube anschauen und dazu online einen Fragebogen ausfüllen sollten.

Im Zuge der Recherchen zu Online-Umfragetools stießen wir auf umfrageonline.com. Eine tolle Website, auf der man sich seine eigene Umfrage erstellen kann. Das schöne dabei sind die sehr aufgeräumte Website und die kurzen, aber sehr prägnanten Anweisungen an den Umfrage-Ersteller. Hier kann bspw. auch der programmierscheue Designer in kurzer Zeit eine funktionierende Umfrage im Team, etwa zu seinen Entwürfen, starten.

Bemerkenswert ist auch die Vielzahl der Möglichkeiten bei der Gestaltung der Fragen. Ob offene oder geschlossene Frage, ob Multiple Choice oder Polaritätenprofil – alles ist möglich und lässt sich einfach und selbsterklärend erstellen. Und auch die Auswertung ist super leicht. Der User loggt sich einfach ein und kann unter dem Punkt „Teilnehmer“ sämtliche Antworten auf seine Fragen sehen. Dabei werden diese je nach Frageform als Text oder in Diagrammen dargestellt. Einziger Wermutstropfen: Der angebotene Export der Daten in Excel liefert leider einen ziemlich unübersichtlichen Datenbrei.

Trotzdem sei umfrageonline.com all denen empfohlen, die schnell und ohne viel Gebastel eine eigene Umfrage ohne Marktforschungsinstitut erstellen wollen.

„Die Brunnenfrau“ wurde übrigens vom Testpublikum super verstanden. Der Feinschnitt des Films steht in Kürze.

Bild: mobile Ansicht

Bild: mobile Ansicht

Fazit

Kosten:
In der Basis (einfache Umfrage) kostenlos.

Leistungsumfang:
Gegen Bares wird das Onlinetool zu einem wahren Umfragemonster und lässt kaum noch Wünsche offen.

Style:
seriös

mobile optimiert:
Gut. Aufgeräumte Oberfläche, aber leider sind die einzelnen Elemente sehr kleinteilig und machen die Nutzung zu einem Präzisionsjob.

typeform.com

Typeform verfolgen wir derzeit noch in der Beta Phase. Nach Anmeldung durften wir rund zwei bis drei Wochen später (mittlerweile geht es wohl schneller) auch loslegen. Vergleichbar zu umfrageonline.com setzt typeform auf die schnelle Umsetzbarkeit von Formularen und Fragebögen. Die selbst ernannte “next generation of online surveys and online web forms” hinterlässt einen modernen und aufgeräumten Eindruck, der uns zuruft “ich bin einfach zu bedienen”. Und das zu Recht: Formulare setzt man bei typeform mit verschiedenen Elementen per Drag&Drop zusammen und kann sich dabei von der einfachen Ja/Nein-Frage über chique Bewertungselemente mit Herzen und Katzen bis hin zur Bilderwahl austoben. Dabei wird schnell klar, dass typeform mehr sein möchte als ein reines Umfragetool. Stattdessen wird hier ein Ansatz präsentiert, der der öden Welt der Onlineformulare – ob Newsletteranmeldungen, Kundenbewertungen, Umfragen oder einfache Kontaktformulare – den Kampf ansagt. Für unsere erste Testfahrt wählten wir das Café Central Magdeburg aus. Nach wenigen Minuten stand unsere kleine Umfrage zur Bewertung der Location auch schon online. Gestreut wurde das Ganze über den Facebook-Kanal des Cafés. Bislang nahmen sich 69 Menschen durchschnittlich 2 Minuten 28 Sekunden Zeit um die Fragen zu beantworten. Neben einer tabellarischen Auflistung der Einträge kann, bei genügend gesammelten Daten, auch ein öffentlicher Report generiert werden. Die Ergebnisse für das Central kann man beispielsweise hier einsehen.

Ergebnisse bei typeform

Bild: Ergebnisse bei typeform

mobile Ansicht bei typeform

Bild: mobile Ansicht

Fazit

Kosten:
Die Beta ist derzeit noch kostenlos.

Leistungsumfang:
Derzeit sind noch nicht alle Features verfügbar. Gerade auf das Team-Feature freuen wir uns schon sehr. Ansonsten bleibt sich typeform treu: keep it simple!

Style:
Hot!

mobile optimiert:
Sehr gut. Klare Funktionselement vom Button bis zum Eingabefeld dürften den Conversion-Verlust gering halten.


Campus Days 2013 – Ein Rückblick

Zeitplan

Pläne: immer wieder praktisch

Die Campus Days in Magdeburg sind alljährlich das Event, bei dem Hochschule und Universität um Studieninteressierte werben und ihnen die einzelnen Fachbereiche und das Campusleben vorstellen. In diesem Jahr durften wir zusammen mit unseren Kollegen der UCDplus GmbH und der Genese Werbeagentur GmbH die Bewerbung des Events übernehmen.

Der Bereich des Online Marketings wurde dabei in unsere Hände gelegt.

Be fast. Be and Strike anywhere.

Trotz geringer Vorlaufzeit hieß es, eine 2-monatige intensive Bewerbung des Events auf die Beine zu stellen, die clever, effektiv und auch charmant daher kommt und die Kanäle Facebook, Google AdWords- und Bannerschaltungen verbindet.

Die Herausforderungen:

  • generiere Superweiser
  • generiere Anmeldungen
  • generiere Superweiser-Buchungen
  • generiere Klicks auf Programmheft Universität
  • generiere Klicks auf Programmheft Hochschule
  • generiere Klicks auf Website
  • generiere Facebook-Fans
  • generiere Teilnehmer der Facebook-Veranstaltung

In diesem Zusammenhang wird vielleicht ersichtlich, warum es hieß, charmant zu sein. Bei einer Vielzahl an Zielsetzungen in einem sehr begrenzten Zeitrahmen hat man gute Chancen, bei der Umsetzung der Kampagne den User mit einem Überangebot schlichtweg zu nerven und ähnlich positive Gefühle auszulösen, wie religiöse Sekten am Samstagmorgen vor der Haustür. Nur dass wir bei unserem Beispiel sechs bis acht mal bei euch klingeln würden und das zwei Monate lang an jedem Tag. Da verfliegt in der Regel sehr schnell eine Begeisterung über den „spontanen“ Besuch – egal wie angenehm dieser sein mag.

Die Maßnahmen in Kürze

Direktbuchungen: Sicher in diesem Fall der einfachste Bereich. Hier zielt man gewöhnlich auf Sichtbarkeit und generiert erfahrungsgemäß weniger Klicks als zum Beispiel bei AdWords-Maßnahmen. Kein Problem: Also alles für die Impressions! Die wesentlichen Informationen zum Event auf den verwendeten Bannern machen den Klick darauf eher zweitrangig. Nice to have, aber nicht zwingend notwendig. Kombiniert wurde das Ganze zusätzlich mit einer Newsletter-Buchung bei einer großen Studierenden-Plattform.

AdWords: Es wird kniffliger. Neben viel Finetuning im laufenden Anzeigenbetrieb müssen sich auch Anzeigen-Kampagnen auf der großen Spielwiese Google in die restlichen Maßnahmen integrieren. Wo Anzeigen auf externe Inhalte bei Facebook schnell zum Loch in der Budgetplanung mutieren können, sind AdWords-Kampagnen ein effizienter Begleiter. Auf einige Ziele wurde so komplett verzichtet, um den Blick frei zu machen für das Wesentliche. Diverse lokale Fokussierungen taten ihr Übriges. Ergänzend zu den Direktbuchungen durften die Maßnahmen im Display-Netzwerk mit 7-stelligen Impression-Zahlen auch eine ansehnliche Sichtbarkeit für sich verbuchen.

Facebook: Ob jetzt Sir John Marks Templeton oder HP Baxter den Spruch prägte „It`s nice to be important but it`s more important to be nice“ – er hatte recht. Aufmerksamkeit und Sichtbarkeit generieren ohne zu nerven bzw. zu stören war unser Motto. So wurde eben nicht mit allen Werbemaßnahmen und mit einem möglichst hohen Budget auf alle möglichen Zielsetzungen geschossen, sondern eine Strategie gewählt, die den jeweiligen Erwartungshaltungen der User entsprechen sollte. Sponsored Storys funktionieren als Buzz-Word sehr schnell, verlangen aber in der konkreten Durchführung eine enge Abstimmung zwischen Redaktion der Inhalte und Werbetreibenden. Regelmäßige Konferenzschaltungen werden so dein guter Begleiter zu einer Content-Strategie, die einen Impact erzeugen kann bzw. konnte. In diesem Sinne gebührt auch ein großer Dank der Redaktion, die immer ein offenes Ohr und gute Erreichbarkeit für uns bereit hielt.

Resümee

  • Ziele erreicht
  • einige übertroffen
  • Spaß gehabt

In diesem Sinne noch einmal Danke für die Gelegenheit bei den Campus Days 2013 im Bereich Online Marketing dabei zu sein. Es war uns nicht einerlei.

Steffen

Infos zu…
– AdWords-Kampagnen
– Social Media-Betreuung
– Crossmedia-Kampagnen


Neue Medien – neue Chancen. Wir gehen zur Gründerwoche. See you there!

Malte macht sich am kommenden Dienstag auf zur Gründerwoche im Tagungszentrum der IHK Magdeburg. Thematisch dreht sich alles, so wie man das von uns gewohnt ist, um die so genannten neuen Medien – natürlich mit einem Fokus welche Chancen diese für Unternehmer und Unternehmerinnen bereithalten.

Hier die Ankündigung zur Veranstaltung:
(Lesen und Termin im Kalender eintragen)

Neue Medien – neue Chancen

Das Internet bietet Ihnen bei der Gründung und dem Aufbau Ihres Unternehmens vielfältige und wachsende Chancen, Ihre Produkte oder Dienstleistungen zu vermarkten und Kunden zu gewinnen. Das Online-Marketing ist dabei ein Erfolgsfaktor, der in den letzten Jahren enorm an Bedeutung gewonnen hat und gerade bei der Unternehmensplanung angemessen berücksichtigt werden muss. Ein überzeugender Webauftritt bildet die Voraussetzung, reicht aber allein noch nicht aus. Die denkbaren Maßnahmen können ganz unterschiedlich sein: Entsprechende Impulse und Entscheidungshilfen geben Ihnen dazu kompetente und erfahrene Praktiker während einer Veranstaltung, zu der wir Sie herzlich einladen.

Die IHK Magdeburg, Interessenorganisation für 53.000 gewerbliche Unternehmen, beteiligt sich mit dieser kostenfreien Veranstaltung an einer bundesweiten Initiative der Industrie- und Handelskammern und des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) in der Gründerwoche Deutschland:

„Neue Medien – neue Chancen“, am 13. November 2012, von 14:00 – 17.00 Uhr

Im Tagungszentrum der IHK Magdeburg, Alter Markt 8, 39104 Magdeburg

Die Magdeburger Agentur für Kommunikation „Korrektur NACHOBEN“, ausgezeichnet mit dem Deutschen Preis für Onlinekommunikation 2011, wird Ihnen zeigen, wo sich Ihre (potenziellen) Kunden bewegen und welche Netzwerke sich für die jeweilige Branche anbieten.

Interessierte melden sich bitte unter hanisch@magdeburg.ihk.de an und bringen als Eintrittskarte Ihre Visitenkarte mit.


Bergfest bei „otto greift ein“ – ein kleiner Kampagnenrückblick

Am 20.10.2012 war es soweit – die ambitionierte Kampagne für Zivilcourage in Magdeburg „otto greift ein“ (kurz OGE) feierte ihr Bergfest. Für uns ein guter Anlass auf unsere bisherige Arbeit für die Kampagne zurückzuschauen. Und da hat sich Einiges angesammelt.

Ende März 2012 ging die offizielle Seite der Kampagne online. Als Crossmediale-Partner gestalteten und launchten wir zusätzlich einen Kanal auf Facebook und auf twitter, die mittlerweile vom Team hinter „otto greift ein“ mit Inhalten gefüllt werden und sich einer stetig wachsenden Beliebtheit erfreuen.

Die Website und die zugehörigen Auftritte in den sozialen Netzwerken sollten sich sowohl am CD der otto-Kampagne orientieren, als auch eigene optische Akzente setzen. Die OGE Seite setzt dabei auf die Grundfarben des CDs und ergänzt diese mit dezenten Farben und grafischen Details wie der Stadtsilhouette. Ein weiteres wichtiges Element bei OGE sind die Sponsoren und Unterstützer. Über 50 Vereine, Initiativen, Projekte und Firmen stehen hinter der Kampagne. Ganz bewusst sind die vielen Logos zu einem Gestaltungselement geworden, das zeigen soll: Wir alle sind zusammen dabei. Wir alle stehen für Zivilcourage in Magdeburg.

Könnten Sie bitte Hilfe holen?“

„Long Story short“ – so kann man die große Herausforderung an das gesamte Kommunikationskonzept von OGE umreißen. Plakate, Flyer und Websites haben erfahrungsgemäß einen Zeitrahmen von nur wenigen Sekunden, in denen dem Betrachter/der Betrachterin der (grobe) Inhalt vermittelt werden kann, bevor das Ganze als entweder langweilig und/oder unverständlich abgetan wird. Bei all den Anzeigen und sonstigen Werbeerzeugnissen, die täglich um unsere Aufmerksamkeit ringen, ist dies nicht verwunderlich. Nun ist OGE als Kampagne für Zivilcourage mit keinem Leichtgewicht von Begrifflichkeit ausgestattet. Zivilcourage … davon hat man gehört. Aber als Begriff zieht Zivilcourage nicht gerade die Aufmerksamkeit der Massen auf sich. Doch gerade diese so genannte breite Öffentlichkeit gilt es zu erreichen und für ein Workshopprogramm zu begeistern. Also haben wir abstrahiert von der Frage „Was bedeutet Zivilcourage im täglichen Leben?“. So startete die Kampagne mit zwei Slogans. Auf dem ersten großen Plakat der Kampagne leuchtete der Spruch „Können Sie bitte Hilfe holen?“. Hier stand die persönliche Ansprache im öffentlichen Raum im Vordergrund. Denn oft ist es eben die erhörte Bitte um Hilfe, die den Unterschied machen kann. Die Begegnung mit dem Spruch im Alltag sollte dazu anregen, über ähnlich erlebte Situationen nachzudenken. Die Betrachter/innen sollten sich fragen, ob sie selbst in der Lage wären zu helfen. Die Website begrüßt die Besucher mit dem Slogan „Mutig sein kann man einüben“. Hier steht die Intention im Fokus das Workshopangebot für Zivilcourage klar zu positionieren. Wir alle haben Angst in bestimmten Situationen, aber: man kann lernen damit umzugehen! Erfahrene Trainer_Innen vermitteln in den Workshops daher nicht nur zivilgesellschaftliche Praxis, sondern auch Möglichkeiten, die eigenen Ängste zu kontrollieren.

Mittlerweile sind sieben Plakatmotive für die Kampagne entstanden und rund 6.000 Mal gedruckt worden. Weiterhin entstanden ein 6-seitiger Kampagnenflyer, diverse Anzeigen, ein Roll-Up, ein Banner, Buttons und T-Shirt-Motive. Ein kleinen Überblick über die Palette der Druck-Erzeugnisse ist hier zu sehen:

Plakate: 

  
  

  

Aufkleber & Shirts:

Ausblick:

Zum Bergfest von „otto greift ein“ im Moritzhof Magdeburg kamen rund 200 Gäste. Weiterhin startete hier der Wettbewerb „Kunststück Courage“, der kreative Köpfe einlädt, sich mit ihrer Idee für Zivilcourage zu bewerben. Unser Creative Director Steffen ist dabei nicht nur für die grafische Gestaltung der Werbemittel zuständig, sondern wird auch seinen Platz in der Jury einnehmen. Mehr dazu hier.

Wir blicken also auf einen arbeitsreichen, aber auch sehr schönen ersten Teil der Kampagne zurück und freuen uns, dass wir dabei sein können.

Auf in die nächste Halbzeit!


„von Faustkeilen und Smartphones“, Soziale Netzwerke – Evolution der Werkzeuge

von Malte Brusermann & Steffen Jany, KorrekturNACHOBEN, zuerst erschienen in „Der Markt und Mittelstand in Mitteldeutschland“ und online bei der IHK.

Die Geschichte der Menschheit lässt sich nicht erzählen ohne über die zahlreichen Werkzeuge zu sprechen, mit denen wir immer wieder aufs Neue unsere Umwelt verändert, geformt und beeinflusst haben. Zunächst scheinen Faustkeil und Smartphones wenig miteinander zu tun zu haben – zum Schlagen taugt das Smartphone so wenig wie der Keil zum Telefonieren. Dennoch sind beides elementare Werkzeuge die unser Leben verändert haben. Smartphones sind Symbole einer crossmedialen weltweiten Vernetzung. Wir telefonieren, schreiben SMS, versenden Mails, besuchen Soziale Netzwerke, nutzen alle möglichen Online Dienste etc. – privat und beruflich. Online- und Offline-Leben sind so stark verschmolzen wie noch nie zuvor. So wie wir vor dem Spiegel stehen und uns für das richtige Outfit entscheiden, kreieren wir unser digitales „Ich“ im Sozialen Netzwerk. Dabei geht es nicht mehr nur um Avatare, sondern um Fragen wie: „Wer bin ich bei XING, Facebook, twitter  etc.?“ „Wozu blogge ich?“ „Wen will ich wie erreichen?“ „Wofür bekomme ich Reaktion, sprich Feedback?“ Das digitale Layer  hat die Welt als dritte Natur umspannt. Und darin sind technische Geräte, die uns einen Zugang gewähren, unsere Werkzeuge.

Das Cluetrain Manifest* setze vor einigen Jahren vor allem durch seine viel zitierte erste These „Märkte sind Gespräche“ richtungsweisende Signale. Signale die zeigten: Die Welt hat sich verändert. Kommunikation hat sich geändert. Natürlich haben die Menschen auch früher auf dem Marktplatz miteinander erzählt, um Preise gefeilscht, Produkte empfohlen oder auch von ihnen abgeraten. Neu ist, dass eigentlich alles davon heute auch online und mit eine viel größeren Öffentlichkeit passiert. Und was seiner Zeit relevant für den Händler auf dem Marktplatz war, ist heute Stichwort gebend für die Big-Player geworden. Das tägliche Gequassel, der so genannte Buzz, hat nicht ohne Grund im Buzz-Marketing seinen Platz gefunden. Wenn alle anderen über einen reden, sollten auch Unternehmen mitreden – und das professionell.

Fällt in Gesprächen der Begriff Social Media ist die Social Media Revolution oft nicht fern. Doch gehen wir zurück auf die Vorstellung unserer Werkzeuge – und auch soziale Netzwerke sind zu allererst unsere Werkzeuge – so muss man eher von einer Evolution sprechen. Eine Evolution unserer Kommunikationswerkzeuge, die als solche auch Hilfsmittel waren um gesellschaftliche Umwälzungsprozesse zu befördern. Stimmen, die man sonst nie hätte wahrnehmen können, wurden hörbar und Menschen reagierten weltweit auf sie.

Märkte sind Gespräche. Und heute mehr denn je Gespräche zwischen Menschen, statt asymetrischer Kommunikation zwischen Firmen und ihren Kunden. Nicht nur Marketingabteilungen wurden seit Jahren dafür genutzt, den Kunden zu sagen, was genau das „Next big thing“ ist und dass sie es brauchen. Und das in der Regel mit viel Geld und offensiver Werbung. Mit einem Dialog von Menschen, die bestimmte Interessen und Themen teilen, hat das nichts zu tun. Offene Dialoge zwischen Menschen sind in den sozialen Netzwerken der entscheidende Faktor für erfolgreiche Kommunikation. Auch Marken werden immer stärker mit den Menschen assoziiert, die für sie sprechen.

Wir stupsen an, teilen, leiten weiter, followen, bloggen, liken, empfehlen, bewerten, diskutieren und arbeiten kooperativ – egal woher wir kommen oder wie alt wir sind. Das alles passiert tagtäglich. Marken, Produkte, Interessen, Probleme sind das Business heutiger Social Media Manager und das gilt immer stärker auch im B2B, denn auch dort sprechen Menschen mit Menschen. Die Frage ist für Unternehmen heute also nicht mehr: „Muss ich mich damit beschäftigen?“ sondern „Wie gehe ich damit um?“ Das alte Sender-Empfänger-Modell hat im Zweifel auch schon die Großen auf dem Markt – ähnlich einem David gegen Goliath – in die Knie zwingen können. Autorität qua Marke ist heute keine Selbstverständlichkeit mehr. Hier sind es Schlüsselfragen wie  „Was gefällt dir?“, „Kannst du das empfehlen?“ und „Gibt es Bewertungen dazu?“ die über eine erfolgreiche Markenkommunikation entscheiden. Hier braucht es Strategien und Ideen auf dem Basar der Möglichkeiten.

Workshop Social Media in der IHK Magdeburg

Auch wenn Ihnen diese neuen Werkzeuge zunächst noch fremd und neumodisch erscheinen mögen, können Sie mittelfristig über Ihren Unternehmenserfolg entscheiden. Nutzen Sie die Werkzeuge unserer Zeit!

Einführungs-Workshop „Social Media“

ab 12. Juni 2012
Das Teilnehmerentgelt beträgt 280 Euro.
Sie haben Fragen zur Anmeldung?
Ihr Ansprechpartner Christian Jahr telefonisch unter 0391/5693-210.

Im Workshop vermitteln wir einen Überblick über die Sozialen Netzwerke und ihre Verbreitung in Deutschland. Wir zeigen wo sich die (potentiellen) Kunden bewegen und welche Netzwerke für das jeweilige Unternehmen relevant sind bzw. sein können. Schlussendlich entwickeln wir gemeinsam die Grundzüge einer Social Media Strategie für Ihr Unternehmen. Was schon beim Faustkeil galt, gilt auch heute noch – den Umgang mit Werkzeugen kann und muss man lernen.

* Sammlung von 95 Thesen über das Verhältnis von Unternehmen und ihren Kunden im Zeitalter des Internets


easy wordpress – ein Dank

Das Backend des Webs ist ja schon lange nicht mehr nur den Tekkies vorbehalten. Dank der vielen kostenlosen Systeme, die es einem einfach machen eine eigene Website oder einen eigenen Blog zu erstellen, kann jeder, der will einfach loslegen und sich dem Internet mitteilen. Ganz vorn mit dabei ist wordpress.com. Natürlich gibt es auch andere Systeme, die sicher einen ebenso guten Job machen. Ich habe mich auf die Empfehlung von befreundeten Tekkies verlassen und mich mit wordpress vertraut gemacht. In der Agentur haben wir mehrere Projekte mit dem System umgesetzt, auch unser eigener Blog läuft ja damit.

Der Dank, den ich hier ausspreche, bezieht sich auf ein bestimmtes Projekt. Der Jugendaustausch Access Included, initiiert vom Bildungsnetzwerk Magdeburg, findet gerade statt. Jugendliche aus Bosnien-Herzegowina, aus der Tschechischen  Republik, aus Russland und aus Deutschland treffen aufeinander und beschäftigen sich mit Interreligiosität und dem Europäischen Bewusstsein. Diese Begegnung wird auf dem Blog http://accessincluded.wordpress.com/ festgehalten.

Das Tolle daran – mit dem Blog haben die Jugendlichen ein Tagebuch, welches in Bild und Text ihre Erlebnisse bannt und diese auch ihren Freunden zugänglich macht. Das System ist so einfach, dass sie selbst diese Inhalte generieren und einpflegen können. Der Blog ist nicht nur Blog, sondern bietet dem gesamten Projekt eine Webpräsenz mit Hintergrundinfos und der Präsentation der Ergebnisse aus den verschiedenen Workshops. Und das Ganze sprengt auch nicht den knapp bemessenen Budgetrahmen solcher Bildungsprojekte.

wordpress ist das neue Ü-Ei. Alles auf einmal und dann auch noch für jedermann. Danke!

gb