Beiträge mit Schlagwort “marketing

#Hashtag

Hashtags stellen digitale Wegmarken oder viel mehr noch ein neues System der Kanalisierung und Orientierung im Web dar. Ihre Akzeptanz hat mittlerweile nicht nur Facebook erkannt und diese integriert. Auch andere Dienste wie Google+, Instagram, Pinterest oder Tumblr arbeiten mit Hahstags. Allein die Plattformübergreifende Suche mittels Google und Co. steht dazu noch aus.

Das Doppelkreuz “#” = hash und Markierung = tag bezeichnen Wörter oder zusammen geschriebene Wortgruppen, welche Themen, Ereignisse, Anliegen aber generell jedes beliebige Phänomän markieren und in dieser Verbindung einfach auffindbar machen.

Nach einer aktuellen Studie diesen Jahres nutzen mehr als 50% der Mobilfunkbesitzer regelmäßig Hahstags bei der Nutzung ihrer sozialen Netzwerke. Ihre Akzeptanz schöpfen sie aber auch aus der erreichten gesellschaftlichen Akzeptanz.

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#gezipark #royalbaby #aufschrei #btw13 – die Liste der populären Hashtags ließe sich ewig fortsetzen und bleibt chancenlos, da sich Hashtags selbst aus dem ewig schwellenden Strom der Nutzer und ihrer Themen ergeben. Der Schwarm und seine Intelligenz systematisiert und popularisiert die Hashtags. Zum Teil wird damit auch den etablierten Playern das Agendasetting aus den Händen genommen.

Natürlich schlagen sich die schon vor dem Hashtag populären Ereignisse wie #Tatort oder #Bundesliga genauso auch im Netz wieder. Allerdings entsteht dabei eine zweite Ebene des Ereignisses. Dieser sogenannte #SecondScreen ist Plattform der Diskussion über das aktuelle Geschehen bspw. der laufende #Tatort im TV oder die #Deutschlandkette während des #TVDuell . Ebenso liefert es aber auch bei Events die Möglichkeit des Austausches zwischen sich persönlich unbekannten Diskutanten, die nicht im Podium sitzen.

Absehbar wird #StauA2 schneller Informationen lieferen, als etablierte Medien, wie auch exotische Themen leichter Chancen haben werden, ihre Interessenten zu finden. Für die Kommunikation eröffnen sich damit neue Kommunikationsangebote hin zur Zielgruppe entsprechend #Coke, wie auch die Möglichkeit zur Beteiligung am Dialog der Nutzer unter #kegeln .

wg

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Spricht für sich selbst, oder?

75,6% der Deutschen sind online ((N)-ONLINER Studie 2012)
97,9% der Jugendlichen bis 19 Jahre sind online ((N)-ONLINER Studie 2012)
ca. 30% der Deutschen informieren sich über lokales Geschehen im Internet (Statista)
41,6 Millionen Deutschen sind Mitglied bei Facebook (51%, BITKOM-Studie 2012)
22,1 Millionen Deutsche nutzen Facebook aktiv (allfacebook.com)

„von Faustkeilen und Smartphones“, Soziale Netzwerke – Evolution der Werkzeuge

von Malte Brusermann & Steffen Jany, KorrekturNACHOBEN, zuerst erschienen in „Der Markt und Mittelstand in Mitteldeutschland“ und online bei der IHK.

Die Geschichte der Menschheit lässt sich nicht erzählen ohne über die zahlreichen Werkzeuge zu sprechen, mit denen wir immer wieder aufs Neue unsere Umwelt verändert, geformt und beeinflusst haben. Zunächst scheinen Faustkeil und Smartphones wenig miteinander zu tun zu haben – zum Schlagen taugt das Smartphone so wenig wie der Keil zum Telefonieren. Dennoch sind beides elementare Werkzeuge die unser Leben verändert haben. Smartphones sind Symbole einer crossmedialen weltweiten Vernetzung. Wir telefonieren, schreiben SMS, versenden Mails, besuchen Soziale Netzwerke, nutzen alle möglichen Online Dienste etc. – privat und beruflich. Online- und Offline-Leben sind so stark verschmolzen wie noch nie zuvor. So wie wir vor dem Spiegel stehen und uns für das richtige Outfit entscheiden, kreieren wir unser digitales „Ich“ im Sozialen Netzwerk. Dabei geht es nicht mehr nur um Avatare, sondern um Fragen wie: „Wer bin ich bei XING, Facebook, twitter  etc.?“ „Wozu blogge ich?“ „Wen will ich wie erreichen?“ „Wofür bekomme ich Reaktion, sprich Feedback?“ Das digitale Layer  hat die Welt als dritte Natur umspannt. Und darin sind technische Geräte, die uns einen Zugang gewähren, unsere Werkzeuge.

Das Cluetrain Manifest* setze vor einigen Jahren vor allem durch seine viel zitierte erste These „Märkte sind Gespräche“ richtungsweisende Signale. Signale die zeigten: Die Welt hat sich verändert. Kommunikation hat sich geändert. Natürlich haben die Menschen auch früher auf dem Marktplatz miteinander erzählt, um Preise gefeilscht, Produkte empfohlen oder auch von ihnen abgeraten. Neu ist, dass eigentlich alles davon heute auch online und mit eine viel größeren Öffentlichkeit passiert. Und was seiner Zeit relevant für den Händler auf dem Marktplatz war, ist heute Stichwort gebend für die Big-Player geworden. Das tägliche Gequassel, der so genannte Buzz, hat nicht ohne Grund im Buzz-Marketing seinen Platz gefunden. Wenn alle anderen über einen reden, sollten auch Unternehmen mitreden – und das professionell.

Fällt in Gesprächen der Begriff Social Media ist die Social Media Revolution oft nicht fern. Doch gehen wir zurück auf die Vorstellung unserer Werkzeuge – und auch soziale Netzwerke sind zu allererst unsere Werkzeuge – so muss man eher von einer Evolution sprechen. Eine Evolution unserer Kommunikationswerkzeuge, die als solche auch Hilfsmittel waren um gesellschaftliche Umwälzungsprozesse zu befördern. Stimmen, die man sonst nie hätte wahrnehmen können, wurden hörbar und Menschen reagierten weltweit auf sie.

Märkte sind Gespräche. Und heute mehr denn je Gespräche zwischen Menschen, statt asymetrischer Kommunikation zwischen Firmen und ihren Kunden. Nicht nur Marketingabteilungen wurden seit Jahren dafür genutzt, den Kunden zu sagen, was genau das „Next big thing“ ist und dass sie es brauchen. Und das in der Regel mit viel Geld und offensiver Werbung. Mit einem Dialog von Menschen, die bestimmte Interessen und Themen teilen, hat das nichts zu tun. Offene Dialoge zwischen Menschen sind in den sozialen Netzwerken der entscheidende Faktor für erfolgreiche Kommunikation. Auch Marken werden immer stärker mit den Menschen assoziiert, die für sie sprechen.

Wir stupsen an, teilen, leiten weiter, followen, bloggen, liken, empfehlen, bewerten, diskutieren und arbeiten kooperativ – egal woher wir kommen oder wie alt wir sind. Das alles passiert tagtäglich. Marken, Produkte, Interessen, Probleme sind das Business heutiger Social Media Manager und das gilt immer stärker auch im B2B, denn auch dort sprechen Menschen mit Menschen. Die Frage ist für Unternehmen heute also nicht mehr: „Muss ich mich damit beschäftigen?“ sondern „Wie gehe ich damit um?“ Das alte Sender-Empfänger-Modell hat im Zweifel auch schon die Großen auf dem Markt – ähnlich einem David gegen Goliath – in die Knie zwingen können. Autorität qua Marke ist heute keine Selbstverständlichkeit mehr. Hier sind es Schlüsselfragen wie  „Was gefällt dir?“, „Kannst du das empfehlen?“ und „Gibt es Bewertungen dazu?“ die über eine erfolgreiche Markenkommunikation entscheiden. Hier braucht es Strategien und Ideen auf dem Basar der Möglichkeiten.

Workshop Social Media in der IHK Magdeburg

Auch wenn Ihnen diese neuen Werkzeuge zunächst noch fremd und neumodisch erscheinen mögen, können Sie mittelfristig über Ihren Unternehmenserfolg entscheiden. Nutzen Sie die Werkzeuge unserer Zeit!

Einführungs-Workshop „Social Media“

ab 12. Juni 2012
Das Teilnehmerentgelt beträgt 280 Euro.
Sie haben Fragen zur Anmeldung?
Ihr Ansprechpartner Christian Jahr telefonisch unter 0391/5693-210.

Im Workshop vermitteln wir einen Überblick über die Sozialen Netzwerke und ihre Verbreitung in Deutschland. Wir zeigen wo sich die (potentiellen) Kunden bewegen und welche Netzwerke für das jeweilige Unternehmen relevant sind bzw. sein können. Schlussendlich entwickeln wir gemeinsam die Grundzüge einer Social Media Strategie für Ihr Unternehmen. Was schon beim Faustkeil galt, gilt auch heute noch – den Umgang mit Werkzeugen kann und muss man lernen.

* Sammlung von 95 Thesen über das Verhältnis von Unternehmen und ihren Kunden im Zeitalter des Internets


„Lasst uns doch rüber zu Google+ gehen.“ – Billanz nach 35 Tagen.

Normalerweise wird erst nach 100 Tage abgerechnet aber nach der ersten Aufregung nun schon mal vorab eine höchst subjektive Sammlung der ersten Eindrücke vom Facebookkiller.

G+

G+

Ende Juni launchte Google, nach erprobten Muster, seine Version eines sozialen Netzwerkes über invites und bediente sich so gleich des Netzwerkeffektes. Sich selbst zum elitären Club der First-User-Generation zu zählen, war der von der Marketingabteilung angepeilte und erreichte Effekt.

Das Netzwerk ist mäßig innovativ dafür aber grafisch gelungen und optimal zusammengestellt. Bekannte Features aus Facebook, Linked In, twitter und Diaspora wurden beeindruckend zusammengedacht und Nutzerfreundlich gruppiert. Die in Circles angelegten Arten verschiedenster Freundeskreise erfreuen sich wie bei allen AnwenderInnen auch bei mir höchster Beliebtheit.

Private Nachrichten müssen nicht mehr in separaten Feldern erstellt werden, sondern werden über den Stream abgewickelt. Vlt. liegt ja hierin auch die Zukunft des Emailverkehrs. Die Mailbox verliert an Bedeutung und Nachrichten werden nach Priorität und über Zuordnung des Absenders in meinen Kreisen dargestellt. Das Postfach von GMail gibt dazu ja schon einen Vorgeschmack mit diversen automatischen Gruppierungsfunktionen.

G+ whattodo

Beim von twitter und Diaspora inspirierten Service Sparks ist noch nicht viel los, was aber eher daran liegt das die Musik noch drüben bei Facebook spielt. Es fehlen einfach noch der User generated Content. Google-News-Alerts und twitter-Hashtags in einem Dienst schaffen hoffentlich wieder mehr Übersichtlichkeit im Web der Millionen Neuigkeiten. Inhalte aber nicht mehr suchen zu müssen, sondern sich diese über Schlüsselwörter aufbereiten zu lassen ist ein wichtiger Baustein von G+. Das Feature „Huddle“ muss ich demnächst überhaupt erstmal ausprobieren um via SMS oder Smartphone mit meinen Kreisen zu kommunizieren.

Es ist zu hoffen das G+ bald andere Dienste der Datenkrake integriert. Emails an Circles, Kalender- und Termindarstellung und daran gekoppelte Veranstaltungsfunktionen wie bei Facebook, kollaboratives Arbeiten mit Google docs im Hangout und Circle (Wave lässt grüßen), Geodatenbezogene Services u.a. mit Google Places und daneben Darstellungsformate für nichtnatürliche Personen wie Firmen, Organisationen, Anliegen usw. offiziell anbietet.

spon googleDer Spiegel schreibt Google+ wäre das Facebbook für Erwachsene und hat recht, da Google als Mindestalter 18 vorschreibt, während die Kids schon ab 14 offiziell auch bei FB dabei sind. Ansonsten verkennt er, dass soziale Netzwerke viel mit Spieltrieb und weniger mit Erwachsensein zu tun haben. Die Erwachsenen interessieren sich vor allem dafür wie G+ für das Marketing eingesetzt werden kann.

Neben der Klarnamendebatte, fragt man sich warum diese Nutzergruppe zur Zeit noch so außen vor ist. War es nicht ein cleverer Schachzug von FB sich von Künstlern, Marken und  anderen selbstdarstellenden Institutionen Content, Traffic und Attraktivität liefern zu lassen um ihnen dann später Anzeigen zu verkaufen? Strategisch war dies auch weiter gedacht als bei den VZ-Netzwerken, in welchen Firmen dafür teure Edelprofile kaufen sollen.

Nach eigenen Aussagen dauert dies noch eine ganze Weile. Google haut dann sicher wieder nach altbewährtem Muster 100 Euro Gutscheine für Werbung bei G+ raus und mit einem Fingerschnippen sind dann alle auch hier an Bord. Genauso einfach kann sich Google auch nach Bereitstellung einer Programmierschnittstelle die Aufmerksamkeit kaufen und die Promotion externer Programm fördern.

google gutschein

Zur Bewertung lässt sich sagen, wenn bei einer Skypekonferenz mittendrin beschlossen wird, lieber rüber zu G+ zu gehen, wurde einiges richtig gemacht. So richtig was los ist leider noch nicht und verdammt viele Beiträge sind selbstreferenziell. Noch läuft die Party bei Facebook aber bei 20 Millionen Usern geht hier sicher noch einiges.

wg


Force ist nicht gleich Macht

Darth Vader junior fährt nach diesem klasse Spot mit 16 oder 18 wohl VW.


Warum die VWerber aber in der deutschen Version des Clips einige Änderungen gemacht haben, hat wohl 2 Gründe. Anderer Markt und die Erkenntniss, dass Kids in der Werbung ein sensibles Feld sind. Klar, auf dem nun vorhandenen Nummernschild ist WOB aber was gibt es sonst noch? Deutsche Clipversion nach dem Klick: http://www.volkswagen.de/de/models/der_neue_passat.html
Der schwarze Wagen entspricht dem Stilempfinden des deutschen Marktes von hochwertigen Autos viel eher, während schwarz in den USA für Limousinen und Leichwägen reserviert scheint. Abgesehen davon, dass am Ende nicht mehr der USAmerikanische Vorortstil zu sehen ist, springt auch keinMotor mehr an. Warum? Der deutsche Markt ist deutlich Grüner als in den Vereinigten Staaten. Wer braucht schon einen fernzündenden Motor – ist doch Spritverschwendung. Als Sportwagen mit männlichem Verlängerungspotenial wir der Passat in Deutschland genauso wenig vertrieben. Der Wagen rangiert zwischen gehobenem Versicherungsvertreterdienstwagen und Familienkutusche. Desweiteren ist ein Kind vor einem laufenden Auto für Eltern eher abschreckend als Kaufstimulierend. Scheint ein unwichtiger Punkt zu sein, ist aber von ehrheblicher Bedeutung im Land der DIN-Normen, Prüfsiegel und  TÜV-Gläubigkeit. Security comes first! und wer will schon Kinder in Geafhr wähnen?

wg


Astroturfing mit einem Magdeburger

Politik und Gesellschaft sind immer völlig begeistert, wenn so etwas wie eine Graswurzelbewegung entsteht. Also Initiativen der Bürgerinnen und Bürger aus eigenem Antrieb und keine zentral gesteuerte Kampagne. In den USA konnte dies während des Obama-Wahlkampfes beobachtet werden und in Deutschland bei der Bewerbung von Joachim Gauck auf das Amt des Bundespräsidenten. Twitter-Initiativen und UnterstützerInnen-Websites sprossen aus dem Boden, ohne dass die Parteizentralen dies initiiert hatten.

Sobald die Gesellschaft etwas toll findet, sind die Werbeagenturen nicht weit, um es “nachzustellen”.

Hier ein, zugegeben netter, Versuch von Puma, so zu tun als ob Fussballhooligans während der WM singend in Wettstreit mit Fussballfans anderer Länder treten.

Bei genauerem Hinsehen entdecken wir Thomas Tulpe aus MD und auch diesen jungen Mann finden wir als Christian bei einer RTL-Produktion wieder, was den Verdacht nahe legt, dass auch er mit solchen Auftritten sein Geld verdient. Die Videos weiterer Nationen sind ebenso unterhaltsam wie aber auch professionell produziert.

Astroturfing ist die englische Bezeichnung von Kunstrasen – dem Gegenteil von natürlichem Rasen und in der Welt der Werbung und PR das Gegenteil einer Graswurzelbewegung – im englischen grassroots movement.

Schön wenn dabei so unterhaltsame Videos mit Thomas Tulpe herauskommen aber mindestens diskussionwürdig, wenn daraus so etwas entsteht wie der Bundesverband Landschaftsschutz.

In diesem Sinne – immer kreativ, glaubwürdig UND transparent bleiben!

wg


Facebook ist doch nur ein kurzfristiger Hype – na und?

Solange die Kommunikation mittels Facebook funktioniert, ist es ein geeignetes Medium. VW verzichtet zur Einführung des neuen Polo GTI völlig auf klassische Werbung und produziert zwei Spots, in denen das Auto nur Nebensache ist. Der Rest läuft über http://www.facebook.com/volkswagen. Es wird keine Website dazu gelauncht, sondern mittels Facebook der Dialog angeboten und offensiv auf die Zielgruppe für dieses Auto zugegangen.

Schön ist, dass in den Spots nicht mit glänzenden Autos oder aufdringlichen Logos geworben wird, sondern der Spaß im Vordergrund steht.

Spaß macht es auch die Spots zu sehen und die Zugriffszahlen bei Youtube und Co. bestätigen dies. Bei allem hat VW aber nie die Botschaft von Dynamik, Coolness und Geschwindigkeit aus den Augen verloren. Letztlich geht es darum, ihr Auto emotional aufzuladen und an den Mann bzw. die Frau zu bringen.

wg


Wie kommt die Henne zum Ei?

Oder die Geschichte, wie geflügelte Worte erfolgreich zum Ziel kommen.
Kinder stellen uns oft die aberwitzigsten Fragen.
Oft glauben wir keine Antworten zu haben.
Schauen wir unser fragendes Gegenüber jedoch genau an und verstehen, wie er oder sie kommuniziert, dann wird daraus eine spannende Geschichte für beide Seiten und eine gelungene Trainingseinheit für Kreative.

a) Wer sich in Kommunikation begibt, kommt darin um.
b) Wer sich in Kommunikation begibt, kommt damit rum.

wg